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"Spartipp" à la Mikl-Leitner: Nur drei Ballkleider statt zehn

24. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) einen ganz besonderen Spartipp für den Klimaschutz: Weniger Ballkleider kaufen.

Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) war beim Klimagipfel "Austrian World Summit" zu Gast. Angesprochen auf die derzeit hohe Teuerung gab Mikl-Leitner einen besonders heißen Spartipp: "Es beginnt bei der Kleidung, dass man nicht zehn Ballkleider haben muss sondern drei Ballkleider." Mittlerweile (4. Juli 2022) hat sich Mikl-Leitner in einem Leserbrief zu Wort gemeldet. Es sei um das Klima gegangen und nicht um Spartipps gegen die Teuerung. Den Sager selbst bezeichnet sie dennoch als "Fehler".

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Von der SPÖ Niederösterreich kam umgehende Kritik: Mikl-Leitner begegne der Bevölkerung "arrogant und herablassend", so Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl.

Auch der Aufschrei im Netz ließ nicht lange auf sich warten: "Grotesk", "zynisch" und "politscher Schlaganfall" lauteten die Kommentare. Der Hashtag "Ballkleider" landete auf Platz 1 der österreichischen Twitter-Trends.

Tatsächlich hat die Bundesregierung ob der steigenden Preise am Donnerstag im Nationalrat einen weiteren Teil des Anti-Teuerungspakets durchgebracht. Auch im Parlament wurde der Beschluss von heftigen Diskussionen begleitet. Während die Regierungsfraktionen die Maßnahmen als effektiv gegen die Rekord-Inflation lobten, hagelte es von SPÖ und FPÖ Kritik.

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Disclaimer: Mikl-Leitner meldete sich am Montag, 4.7.2022, mit einem Leserbrief in der "Krone" zu Wort. Darin stellt sie klar, dass sie nicht zu "Spartipps gegen die Teuerung" befragt wurde. Wir haben den Artikel dahingehend ergänzt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp