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Sorge um russisch-belarussischen Kampfverband an der Grenze

10. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko will Wladimir Putin mit eigenen Truppen im Ukraine-Krieg unterstützen.

Belarus will nach eigenen Angaben mit Russland eine gemeinsame militärische Eingreiftruppe einsetzen, um auf eine Verschärfung der Spannungen an den westlichen Grenzen des Landes zu reagieren. Dazu hätten beide Länder vor zwei Tagen damit begonnen, Kräfte zusammenzuziehen, sagte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta. Der Schritt erfolgt offenbar nach der Explosion auf der russischen Krim-Brücke. Damit würde Belarus nun offiziell mit eigenen Truppen in den Ukraine-Krieg eintreten.

Angebliche Angriffspläne der Ukraine

Grund für den Schritt seien die wachsenden Spannungen an der Grenze zur Ukraine, sagte der 68-jährige Lukaschenko weiter. Über inoffizielle Kanäle habe er erfahren, dass die Ukraine Angriffe auf das Territorium von Belarus plane. Man müsse daher darüber nachdenken, wie sich die Sicherheit des Landes erhöhen lasse.

Putin und Lukaschenko diskutieren ständig

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte dazu lediglich, Putin und Lukaschenko diskutierten in ihren bilateralen Gesprächen ständig über eine Vielzahl von Bereichen, dazu gehöre auch das Thema Verteidigung. Dies sei in der Militärdoktrin des Unionsstaates vorgesehen, den beide Länder bilden.

Der auch als "letzter Diktator Europas" bezeichnete Lukaschenko hatte stets erklärt, sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen zu wollen. Zugleich schloss er das angesichts der Lage nicht aus. Belarus hat schon von Anfang an zum Ärger der Ukraine seine Militärstützpunkte bereitgestellte für die russischen Angriffe auf die Ukraine. Aus Sicht der Ukraine ist Belarus bereits Kriegspartei.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp