APA - Austria Presse Agentur

Sonntagsfrage: ÖVP verliert, FPÖ legt zu

10. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Die Zustimmungswerte für Bundeskanzler Sebastian Kurz fallen auf einen Tiefstand. Die FPÖ profitiert vom negativen Trend der ÖVP.

Die Zustimmung in der Bevölkerung für die ÖVP nimmt ab. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) fällt in der Kanzlerfrage auf den tiefsten Wert seiner Amtszeit. Das geht aus einer vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für das aktuelle Nachrichtenmagazin "profil" durchgeführten Umfrage hervor. 

Demnach fällt die die ÖVP auf 33 Prozent (-2% im Vergleich zur Vorwoche). Das ist ihr niedrigster Wert seit dem Frühjahr 2019. Vom Rückgang der ÖVP profitiert die FPÖ, sie legt auf 19 Prozent zu (+2). Die SPÖ verharrt bei 24 Prozent, die Grünen legen auf 12 Prozent (+2) zu, die NEOS verlieren im Vergleich zur Vorwoche um 2 Prozent und fallen auf 10 Prozent.

Chat-Protokolle und Korruptionsvorwürfe zeigen Wirkung

Die Veröffentlichung der Chat-Protokolle rund um die Bestellung von ÖBAG-Chef Thomas Schmid wirken sich auch auf die Kanzlerfrage aus. Hier sackt Sebastian Kurz auf 27 Prozent (-3% im Vergleich zur Vorwoche) ab. Das ist der tiefste Wert seiner Amtszeit. Die politischen Mitbewerber können davon aber offenbar nicht profitieren. Von den Befragten sprechen sich 16 Prozent für Pamela Rendi-Wagner (+1%) und 11 Prozent für Norbert Hofer aus. Beate Meinl-Reisinger bleibt bei 7 Prozent und Werner Kogler legt leicht auf 5 Prozent (+1%) zu.

Es wurde auch nach der Wahrnehmung der Chat-Protokolle gefragt: Hier zeigt sich, dass 38 Prozent sie für "ernüchternd" halten. 18 Prozent der Befragten "verstehen die Aufregung nicht, das war in Österreich schon immer so" und 9 Prozent finden das "in Ordnung, denn diese Posten müssen von der Regierung mit Vertrauenspersonen besetzt werden". 27 Prozent kennen die Chat-Protokolle nicht.

 

Für die Umfrage wurden 800 Personen befragt. Die maximale Schwankungsbreite liegt bei +/- 3,5 Prozent.

Quelle: Redaktion / apb