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Soldaten stehlen ukrainische Traktoren für Tschetschenien: Hersteller macht sie unbrauchbar

02. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Russische Soldaten haben in der Ukraine landwirtschaftliche Maschinen im Wert von fünf Millionen Dollar gestohlen und nach Tschetschenien gebracht. Der Hersteller - John Deere - deaktivierte die Geräte aus der Ferne.

In der von Russland eingenommenen Stadt Melitopol sollen die russischen Besatzer landwirtschaftliche Gerätschaften im Wert von fünf Millionen Dollar gestohlen haben, berichtet "CNN". Die Soldaten sollen die Traktoren und Mähdrescher nach Tschetschenien gebracht haben. Doch dort angekommen, konnten sie die Maschinen gar nicht verwenden. Der Hersteller deaktivierte die Gerätschaften aus der Ferne. 

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Berichte über russische Soldaten, die in der Ukraine plünderten und die Beute nach Russland schickten. Besonders begehrt waren unter anderem Waschmaschinen. Bei den Maschinen von John Deere dürfte das nun nicht geklappt haben, wie "CNN" von anonymen Quellen in Melitopol erfahren haben will. 

Fernsperre aktiviert

Insgesamt 27 Mähdrescher und Traktoren der Marke John Deere wurden aus dem Bestand eines Händlers in Melitopol gestohlen - der Wert soll bei fünf Millionen Dollar liegen. Laut Personen vor Ort sollen sich die russischen Soldaten regelrecht um die Maschinen gestritten haben. In Tschetschenien angekommen, dürfte die Freude aber gar nicht so groß gewesen sein. John Deere aktivierte ein Fernsperre für die Maschinen. 

Laut der Fernüberwachung von John Deere sollen die Diebe noch versucht haben, die Sperren der Geräte zu überwinden, womit sie aber keinen Erfolg hatten. Insofern bleibt ihnen nur mehr die Möglichkeit, diese zu zerlegen und Einzelteile zu verwenden. 

Quelle: CNN / Redaktion / koa