APA - Austria Presse Agentur

Ski-Lockdown: Italienische Regionen mit Kompromissvorschlag

30. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Sechs oberitalienische Regionen wollen die Regierung in Rom davon abbringen, ein komplettes Skiverbot in der Weihnachtszeit zu verhängen. Ihr Kompromissvorschlag sieht offene Skipisten und Hotels vor, aber keine Tagestouristen vor.

Die sechs oberitalienischen Regionen Piemont, Venetien, Aostatal, Lombardei, Friaul Julisch Venetien und Trentino Südtirol haben der Regierung in Rom einen Kompromissvorschlag unterbreitet, um ein komplettes Skiverbot während der Weihnachtszeit in Italien abzuwenden. Dieser sieht die Öffnung der Skipisten über die Weihnachtsfeiertage nur für Gäste von Hotels und Ferienwohnungen vor.

Lediglich wer mindestens eine Nacht in Hotels in den Berg-Ortschaften verbringt, oder dort eine Ferienwohnung besitzt, oder mietet, soll Zugang zu den Skipisten erhalten, heißt es in einem Schreiben der Beauftragten für Bergtourismus der sechs norditalienischen Regionen an die Regierung Conte. Zugleich forderten die Regionen Reisefreiheit über die Weihnachtsfeiertage für Touristen, die einen Urlaub in Berggebieten gebucht haben.

"Wir fordern eine Kompromisslösung, um eine komplette Schließung der Berggemeinden zu verhindern. Auf dem Spiel steht das Überleben der Berggebieten, ihrer Arbeitnehmer und einer Wirtschaftsbranche, die 20 Milliarden Euro Umsatz generiert", hieß es im Schreiben.

Der ehemalige EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani, Spitzenpolitiker der oppositionellen Forza Italia, urgierte einen gesamteuropäischen Beschluss in Sachen Winterurlaub. "Das Problem des Skitourismus ist nicht eine italienische, sondern eine europäische Angelegenheit. Entweder alle Skipisten sind offen, oder alle sind geschlossen. Das Coronavirus kennt keine Grenzen", so Tajani.

Die italienische Regierung will erst nach Ende der Weihnachtsfeiertage die Skipisten wieder öffnen. Sie verspricht Stützungsmaßnahmen für alle im Wintertourismus aktiven Betriebe, bis sie wieder öffnen können. Am Dienstag will das Kabinett die Anti-Covi-Auflagen für die Weihnachtszeit vorstellen.

Quelle: Agenturen / apb