APA/APA/dpa (Archiv-/Themenbild)/Sven Hoppe

Selenskyj warnt vor russischer Frühlingsoffensive

Heute, 00:52 · Lesedauer 1 min

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt. Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet seien für den Fall, sagte er am Freitag in seiner abendlichen Videoansprache - diesmal aus der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt.

Zuvor hatte Selenskyj mehrere Kommandopunkte der Ukrainer in der Region besucht, Soldaten ausgezeichnet und sich von den Offizieren ein Lagebild geben lassen, wie aus verschiedenen Beiträgen in sozialen Netzwerken des Präsidenten hervorgeht. Es ist nicht die erste Reise Selenskyjs ins Frontgebiet. Die Region Donezk ist schwer umkämpft, die Ukrainer halten noch etwa ein Fünftel des Territoriums, darunter aber auch den gut ausgebauten Verteidigungsgürtel um das Ballungsgebiet rund um Slowjansk und Kramatorsk.

Nach längerer Pause verhandeln Moskau und Kiew inzwischen wieder über einen Weg zur Beendigung des Kriegs. Russland fordert dabei für ein Ende der seit mehr als vier Jahre andauernden Kampfhandlungen den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dieser Region. Kiew lehnt diese Forderung ab.

Zusammenfassung
  • Der ukrainische Präsident Selenskyj warnte bei einem Besuch in Donezk vor einer russischen Frühlingsoffensive und forderte den weiteren Ausbau der Verteidigungspositionen sowie eine bessere Ausrüstung der Soldaten.
  • Die Region Donezk ist weiterhin schwer umkämpft, wobei die Ukraine noch etwa ein Fünftel des Gebiets kontrolliert, darunter den Verteidigungsgürtel um Slowjansk und Kramatorsk.
  • Russland verlangt für ein Ende der seit über vier Jahren andauernden Kämpfe den Abzug der ukrainischen Truppen aus Donezk, was von Kiew abgelehnt wird.