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Selenskyj: Haben "Kampfkontrolle" im Gebiet Charkiw wieder

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Nach der jüngsten russischen Offensive hat die ukrainische Armee laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mittlerweile die Kontrolle über die Grenzregion im östlichen Gebiet Charkiw zurückerlangt.

"Unseren Kämpfern ist es nun gelungen, die Kampfkontrolle über das Grenzgebiet zu übernehmen, wo die russischen Besetzer eingedrungen sind", sagte Selenskyj nach einem Besuch in Charkiw in seiner abendlichen Videoansprache am Freitag. Die Angaben ließen sich zunächst nicht bestätigen. 

"Die ukrainischen Verteidigungskräfte haben die russischen Truppen im Bereich Charkiw gestoppt und führen Gegenoffensiven durch", hatte die ukrainische Armee bereits zuvor am Freitag in Onlinediensten erklärt. Ein Vertreter des Generalstabs bezeichnete die Lage als "schwierig", aber "stabil und unter Kontrolle".

Russische Bodenoffensive

Charkiw, das an Russland grenzt, ist eine der am schwersten getroffenen Regionen des nunmehr über zwei Jahre währenden Angriffskriegs gegen die Ukraine. Vor zwei Wochen starteten die russischen Streitkräfte dort im Grenzgebiet eine Bodenoffensive und besetzten mehrere ukrainische Dörfer. Die vordersten russischen Truppenteile stehen derzeit weniger als 20 Kilometer vom Rand der gleichnamigen Gebietshauptstadt Charkiw entfernt.

Laut einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs griff die russische Armee die Stadt Wowtschansk erneut aus der Luft an. Acht Lenkbomben hätten die Stadt getroffen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten zehn russische Angriffe auf die Stadt und ihre Umgebung abgewehrt. Die russischen Streitkräfte hätten in der Nähe von Kupiansk weiter östlich in der Region Charkiw und im Sektor Pokrowsk in der Region Donezk "Teilerfolge" erzielt.

Video: Russische Atomübungen an Grenze zur Ukraine

ribbon Zusammenfassung
  • Nach einer russischen Offensive hat die Ukraine laut Präsident Selenskyj die Kontrolle über das Grenzgebiet bei Charkiw zurückerlangt.
  • Die ukrainischen Streitkräfte haben russische Truppen gestoppt und führen Gegenoffensiven durch; die Situation bleibt laut einem Generalstabsvertreter 'schwierig, aber stabil'.
  • In der schwer umkämpften Region wurden die Stadt Wowtschansk und ihre Umgebung zuletzt von acht Lenkbomben getroffen, zehn russische Angriffe wurden abgewehrt.