APA - Austria Presse Agentur

Selbsttests an den Schulen: 198 Positive bei 400.000 Proben

11. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Bildungsminister Faßmann präsentierte am Donnerstag eine erste Zwischenbilanz der Selbsttests nach der Wiedereinführung des (teilweisen) Präsenzunterrichts an Österreichs Schulen. Es gebe wenige Testverweigerer und fast 200 Positiv-Testungen.

Bildungsminister Heinz Faßmann zeigte sich in der Pressekonferenz am Donnerstag angenehm überrascht, wie wenige Testverweigerer es an den Schulen gebe. 98-99 Prozent der Kinder würden den Test mitmachen. Positiv fielen die Tests bei 123 Schülern und 75 Lehrern beziehungsweise Personen vom Personal aus. Die positiv Getesteten hätten keine Symptome gemerkt und wären ohne die Tests unentdeckt geblieben. 

Lob von Faßmann: "perfekt funktioniert"

Volksschüler machten bereits zweimal den Selbsttest, bei den älteren Schülern, die nur je zwei Tage am Stück im Präsenzunterricht sind, wurde einmal getestet. Bildungsminister Heinz Faßmann, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Stadtrat Christoph Wiederkehr und Epidemiologe Gerald Gartlehner präsentierten am Donnerstag die ersten Zwischenergebnisse: Lob gab es für die Schulen und deren Organisation. Alles habe "perfekt funktioniert". 

Zweifel beim Epidemiologen

Dem widerspricht Epidemiologe Gerald Gartlehner. Er glaubt nicht so recht an das Ergebnis. "Die 198 Personen machen uns stutzig." Gartlehner vermutet, dass manche Kinder die Tests nicht richtig durchgeführt haben. "Die Maßnahme ist sehr sinnvoll, aber man muss jetzt anschauen, warum so wenige positiv sind." Im Vergleich zur Gurgelstudie vom Herbst müsste man mit damit rechnen, dass 0,37 Prozent der Schüler infiziert seien.

Eine absolute Zahl der positiven Fälle liegt noch nicht vor, die Auszählung läuft noch. 

Quelle: Redaktion / lam