Tote in Ukraine nach russischen Angriffen
Ein Mann wurde nach Angaben des ukrainischen Zivilschutzes bei russischem Beschuss im Gebiet Dnipropetrowsk getötet. Vier weitere seien verletzt worden. Russland griff Militärgouverneur Olexandr Hanscha mit Drohnen und Gleitbomben an.
Die russischen Truppen haben unterdessen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die ukrainische Ortschaft Popiwka eingenommen. Die Siedlung in der Region Sumy im Nordosten sei unter Kontrolle der russischen Truppen, meldete die russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Berichte über das Kampfgeschehen nicht.
Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge in der Nacht die Grenzstadt Belgorod angegriffen. Dabei seien schwerwiegende Schäden entstanden, teilte der Gouverneur der Oblast, Wjatscheslaw Gladkow, mit. In Belgorod gebe es keine militärischen Ziele. Die Stromversorgung sei noch nicht vollständig wiederhergestellt, erklärte er Freitagfrüh.
Auch in der benachbarten Oblast Brjansk wurden dem dortigen Gouverneur zufolge Energieanlagen getroffen. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.
Zusammenfassung
- Bei russischen Angriffen in der Ukraine wurden in der Region Saporischschja ein Ehepaar getötet, ein 14-Jähriger verletzt und 12.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.
- Im Gebiet Dnipropetrowsk kam ein Mann durch russischen Beschuss ums Leben und vier weitere Menschen wurden verletzt.
- Russland meldet die Einnahme der Ortschaft Popiwka in der Region Sumy, während ukrainische Angriffe schwere Schäden und Stromausfälle in der russischen Grenzstadt Belgorod verursachten.
