APA - Austria Presse Agentur

Schlagabtausch zwischen Hamas und Israels Armee geht weiter

21. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Die israelische Luftwaffe hat nach Ballon- und Raketen-Angriffen aus dem Gazastreifen mehrere Ziele der islamistischen Hamas in dem Palästinenser-Gebiet beschossen. Getroffen worden seien unter anderem eine Stätte zur Herstellung von Munition sowie ein Betonwerk, das zum Bau unterirdischer Einrichtungen diene, teilte das israelische Militär mit.

Die israelische Luftwaffe hat nach Ballon- und Raketen-Angriffen aus dem Gazastreifen mehrere Ziele der islamistischen Hamas in dem Palästinenser-Gebiet beschossen. Getroffen worden seien unter anderem eine Stätte zur Herstellung von Munition sowie ein Betonwerk, das zum Bau unterirdischer Einrichtungen diene, teilte das israelische Militär mit.

Militante Palästinenser hatten am Donnerstag erneut Ballons, an denen Brand- oder Sprengsätze befestigt waren, nach Israel fliegen lassen und dadurch zahlreiche Brände ausgelöst. In der Nacht auf Freitag feuerten sie zudem mehrere Raketen auf Israel ab. Die meisten wurden nach Angaben der israelischen Armee abgefangen. Das Militär griff im Laufe der Nacht bei drei Einsätzen Hamas-Ziele an.

Seit rund zwei Wochen lassen militante Palästinenser täglich Brand-Ballons aus dem Gazastreifen nach Israel aufsteigen. Die israelische Armee beschoss daraufhin jeweils Ziele in dem Gebiet.

Der israelische Präsident Reuven Rivlin erklärte: "Wir werden nicht danebenstehen, während die Hamas außer Kontrolle ist." Ein Hamas-Sprecher sagte, "die Antwort des Widerstandes in Gaza in der vergangenen Nacht war eine Bestätigung dafür, dass der bewaffnete Widerstand ein Schutzschild für das palästinensische Volk ist".

Vertreter des ägyptischen Geheimdienstes hatten zuletzt zwischen Israel und der Hamas vermittelt. Laut arabischen Medien blieb dies aber erfolglos. Einem Bericht der libanesischen Zeitung "Al-Akhbar" zufolge forderte die Hamas etwa die Ausweitung der Fischereizone auf 20 Kilometer, den Bau einer neuen, von Katar finanzierten Stromleitung, die Ausstellung weiterer Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser in Israel sowie die Erlaubnis dafür, dass bis zu 1.200 Lastwagen pro Tag den einzigen Übergang für Warentransporte in den Gazastreifen, Kerem Shalom, passieren dürfen. Demnach sieht die Hamas dies als Teil früherer Vereinbarungen, die Israel bisher nicht umgesetzt hat. Experten gehen davon aus, dass mit den Angriffen aber auch Druck auf Katar ausgeübt werden soll, damit der Golfstaat Zahlungen für den Gazastreifen fortsetzt.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitserwägungen.

Quelle: Agenturen