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Salzburg führt im Jänner 2G im Handel ein

20. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

Salzburg setzt bei der Corona-Bekämpfung nun ebenfalls auf Bundesheer-Unterstützung. Oberster Peter Schinnerl wird zentraler Leiter des Covid-Managements. Gleichzeitig wird ab Jänner 2G im Handel gelten.

Das Land Salzburg informierte unter anderem in Person von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) in einer Pressekonferenz im Chiemseehof über die Corona-Lage. Die Hospitalisierungen gingen zwar zurück, die Lage auf den Intensivstationen entspannt sich jedoch noch nicht. 

Im Jänner - entweder am 3. oder am 10. Jänner, das müsse noch diskutiert werden - wird Salzburg 2G im Handel einführen. An der Kasse muss dann ein 2G-Nachweis vorgelegt werden. "Wer keinen grünen Pass vorweisen kann, kann auch nichts kaufen", kündigte der Landeshauptmann an. Das gelte nicht für Lebensmittel-Geschäfte und Apotheken. 

Raidl zu 2G in Salzburg: "Endlich aufgewacht"

PULS 24 Politik-Chefreporterin Manuela Raidl über die Corona-Maßnahmen-Verschärfungen in Salzburg. 

Oberst Schinnerl Leiter des Covid-Managements

Als "Vorbereitung" auf die Omikron-Welle wird nun auch in Salzburg ein Mitglied des Bundesheeres in einer leitenden Corona-Funktion eingesetzt. Der Oberst des Generalstabschefs Peter Schinnerl wird zentraler Leiter des Covid-Managements. Der Offizier, der seit 2017 Abteilungsleiter in der Einsatzführung des Kommandos Luftsstreitkräfte und zuletzt im Kabinett von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) tätig war, soll die entsprechende Organisationsstruktur aufbauen. Er wird unter anderem die Dienststellen und Ansprechpartner koordinieren und "massiv" ins operative Geschehen eingebunden. So soll er für die Umsetzung einheitlicher Quarantäne-Vorgaben verantwortlich sein sowie ein tägliches Lagebild erstellen. 

"Wir müssen Pläne haben, die darauf abgestimmt sind, was unser Gegner, das Virus, macht", sagte Schinnerl bei seiner Vorstellung: "Wir müssen Plan B, C oder D in der Schublade haben. Das ist die Grundkompetenz von uns Soldaten." Es sei notwendig, sich jetzt bestmöglich aufzustellen, um der Omikronvariante und den nächsten Varianten, die noch kommen werden, etwas entgegenstellen zu können.

Sequenzierungen von PCR-Tests sollen zukünftig in Salzburg durchgeführt werden, nicht, wie von Bund vorgegeben, bei der AGES. Es würden Quarantänequartiere - vor allem für Fluggäste - aufgebaut.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam