Russland und Myanmar vereinbaren neue Militärkooperation
Auch Staatsmedien in Myanmar berichteten, dass mit Russland ein Abkommen zur "Stärkung der Verteidigungskooperation" geschlossen worden sei. Nähere Angaben zu dem Abkommen wurden zunächst nicht gemacht.
"Russland unterstützt den Kurs der Führung Myanmars zum Schutz der territorialen Integrität und zur Stärkung der nationalen Souveränität vollständig", sagte Schoigu laut Tass Vertretern der myanmarischen Junta. Der westliche Druck auf Russland und Myanmar werde nicht nachlassen, betonte Schoigu. Myanmar könne vor diesem Hintergrund auf "Moskaus umfassende Unterstützung zählen, darunter in der internationalen Arena".
Das Militär in Myanmar hatte sich im Februar 2021 an die Macht geputscht, was einen Bürgerkrieg zur Folge hatte. In den vergangenen Wochen fand in dem südostasiatischen Land die erste Wahl seit dem Sturz der demokratischen Regierung der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi statt. Kritiker bezeichneten den Urnengang als Scheinwahl. Die Junta-nahe Partei USDP erklärte sich Ende Jänner zur Wahlsiegerin.
Um ihre Macht zu erhalten, ist die Junta Beobachtern zufolge auf die Unterstützung Moskaus angewiesen. Durch Luftangriffe mit russischen Kampfflugzeugen sind in der Vergangenheit aufständische Gruppen in Schach gehalten worden.
Während der Einsatz russischer Kampfflugzeuge gut dokumentiert ist, glauben einige Konfliktbeobachter, dass Myanmar seinerseits militärische Ausrüstung nach Russland liefert, um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu unterstützen.
Zusammenfassung
- Russland und Myanmar haben eine neue Militärkooperation für fünf Jahre bis 2030 vereinbart, wie das russische Verteidigungsministerium und myanmarische Staatsmedien bestätigten.
- Russlands Sicherheitsratssekretär Sergej Schoigu sicherte Myanmar umfassende Unterstützung zu und betonte, dass der westliche Druck auf beide Länder anhalte.
- Die myanmarische Junta, die seit dem Putsch 2021 an der Macht ist, gilt laut Beobachtern als auf die militärische Unterstützung Russlands angewiesen, insbesondere durch den Einsatz russischer Kampfjets.
