Russland fängt fast 400 ukrainische Drohnen ab
Zuvor hatten die russischen Behörden ukrainische Angriffe auf einen Hafen im Nordwesten Russlands sowie eine Energieanlage in der südwestrussischen Grenzregion Belgorod gemeldet. An dem Hafen in Ust-Luga werde ein Brand unter Kontrolle gebracht, erklärte der Gouverneur der westrussischen Region Leningrad, Alexander Drosdenko. Verletzt wurde ihm zufolge niemand. Die Anlage ist ein Umschlagplatz für russische Exporte, darunter Düngemittel, Öl und Kohle.
Der Regionalgouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, meldete zudem Unterbrechungen bei der Strom- und Wasserversorgung in der russischen Grenzregion nach einem ukrainischen Raketenangriff. "Es wurden schwere Schäden an Energieinfrastrukturanlagen verursacht", erklärte er im Onlinedienst X.
Die russischen Drohnenangriffe am Dienstag waren der mutmaßlich größte Luftangriff zur Tageszeit seit Beginn der russischen Offensive im Februar 2022. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte Russlands "absolute Verdorbenheit" nach den Angriffen, bei denen mindestens drei Menschen getötet wurden.
Zusammenfassung
- Die russische Armee hat in der Nacht auf Mittwoch nach eigenen Angaben 389 ukrainische Drohnen abgefangen, die vor allem auf Grenzregionen, Moskau und Leningrad abzielten.
- Kiew meldete am Dienstag fast 1.000 russische Drohnenangriffe auf die Ukraine, wobei mindestens drei Menschen getötet wurden.
- Nach ukrainischen Angriffen wurden ein Brand im Hafen von Ust-Luga und schwere Schäden an einer Energieanlage in der Region Belgorod mit Strom- und Wasserausfällen gemeldet.
