APA - Austria Presse Agentur

Rendi-Wagner: Doskozil will offenbar Kickl imitieren

09. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Nachdem Burgenlands Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil die derzeitige SPÖ mit der Mitterlehner-ÖVP verglichen hat, richtet ihm Parteichefin Pamela Rendi-Wagner aus, dass er offenbar FPÖ-Chef Herbert Kickl imitieren will.

Die Debatte über den Zustand der SPÖ nach dem schwachen Wahlergebnis für Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner ebbt nicht ab. Der burgenländische Landesparteichef und SPÖ-Chef Hans Peter Doskozil, der sich aus der Bundespolitik eigentlich mehr heraushalten wollte, verglich in der "Kleinen Zeitung" die Rendi-SPÖ mit der ÖVP unter Parteichef Reinhold Mitterlehner.

SPÖ-Bundeschefin Pamela Rendi-Wagner richtete Doskozil am Freitag aus, dass es sich dabei um einen "hinkenden Vergleich" handle. Offenbar wolle Doskozil den nunmehrigen FPÖ-Chef Herbert Kickl imitieren, der gegen seinen Vorgänger Norbert Hofer "gemobbt hat". "Aber ich bin nicht Norbert Hofer und werde dieser destruktiven Art keinen Millimeter weichen", sagte Rendi-Wagner.

"Es ist sehr schade, dass das passiert", bedauerte die SPÖ-Chefin am Rande einer Pressekonferenz am Freitag in Wien weiters. Sie habe Doskozil eigentlich "als einstigen Hoffnungsträger in unserer Partei gesehen". Jetzt aber schade er den Zielen dieser "stolzen Bewegung". Grundsätzlich sei die SPÖ auch nicht mit der Volkspartei vergleichbar, warf Rendi Doskozil vor. Das werde auch niemals so sein. Die SPÖ stehe für ein anderes Menschenbild, alleine daher hinke Doskozils Vergleich.

Rendi-Wagner im PULS 24 Sommergespräch

Zu diesen und weiteren Themen wird Rendi-Wagner am Montag um 21.15 Uhr im Sommergespräch auf PULS 24 und PULS 4 Stellung nehmen. Bereits um 20:15 Uhr startet auf PULS 24 ein "Newsroom Spezial: Die Sommergespräche" mit PULS 24 Newsanchor Thomas Mohr. Zu Gast ist Meinungsforscher Christoph Haselmayer, der die Performance der SPÖ anhand von Zahlen und Daten analysiert und ein aktuelles politisches Stimmungsbild präsentiert.

Quelle: Agenturen