APA - Austria Presse Agentur

Regierung stellt PCs für Schüler in Bundesschulen bereit

09. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Die Bundesregierung stellt bis zu 12.000 PCs für jene Schüler an Bundesschulen bereit, die am Distance Learning nicht teilnehmen können, weil sie keine Endgeräte haben. Die Geräte werden aber nicht verschenkt, sondern nur bis Ende des Schuljahres geliehen. Es werden dafür 5,5 Mio. Euro in die Hand genommen. Die PCs gehen an AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS).

Die Bundesregierung stellt bis zu 12.000 PCs für jene Schüler an Bundesschulen bereit, die am Distance Learning nicht teilnehmen können, weil sie keine Endgeräte haben. Die Geräte werden aber nicht verschenkt, sondern nur bis Ende des Schuljahres geliehen. Es werden dafür 5,5 Mio. Euro in die Hand genommen. Die PCs gehen an AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS).

Das kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Donnerstag an. Laut Faßmann werden derzeit 6,8 Prozent der 6- bis 14-Jährigen über Distance Learning nicht erreicht und antworten auf die Angebote der Schulen nicht. Das liege teils daran, dass die Familie nicht mehr in Österreich und die E-Mail-Adressen nicht korrekt seien oder die Schüler keine Endgeräte haben. Letztere bekommen nun Geräte vom Bund geliehen bis Ende des Schuljahres.

Insgesamt gibt es an den Bundesschulen knapp 400.000 Schüler. Die rund 12.000 benötigten PCs sollen Ende April, Anfang Mai ausgeteilt werden.

Die SPÖ kritisierte die Ankündigung von Leih-Endgeräten. "Zu spät und zu wenig", fasste Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid zusammen. Mit Schülern von Volks- und Neuen Mittelschulen seien jene ausgeschlossen, die am dringendsten Unterstützung bräuchten. Hammerschmid forderte Laptops und Tablets für alle Schultypen. "Und das rasch! Diese Kinder haben bereits vier Wochen verloren." Gerade an den NMS sei die Gruppe der Schüler, die derzeit nicht erreicht werden, mit rund 20 Prozent besonders groß, und genau für diese Gruppe gebe es vonseiten des Ministers Faßmann keine Unterstützung.

Der Bildungsminister bekräftigte zudem, dass es in diesem Schuljahr keine mehrtägigen Schulveranstaltungen mehr geben werde und der Bund die Stornokosten für bereits gebuchte Veranstaltungen übernehmen werde. Hierfür wurde ein eigner Fonds mit 13 Mio. Euro eingerichtet. Abgewickelt wird das über den Österreichischen Austauschdienst (ÖAD) nach Ostern. Faßmann ersuchte betroffene Eltern, Anträge nicht einzeln zu stellen, sondern gesammelt über die Schulen.

Faßmann kann sich für die Sommerferien keine schulische Betreuung nach Vorbild der in den Osterferien geltenden Regeln vorstellen. "Ferienbetreuung ist nicht primär Aufgabe des Bildungssektors", so Faßmann: "Wir sind eine Bildungsinstitution und keine Freizeitbetreuungsinstitution." Überlegt werde zwar - wie im Regierungsprogramm angekündigt - der Ausbau von Sommerschulen. Diese hätten dann aber primär eine Lehrfunktion.

Quelle: Agenturen