APA - Austria Presse Agentur

Regierung dürfte weitere Lockerungen verkünden

28. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Die Bundesregierung könnte am Freitag weitere Lockerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus verkünden. Für den Nachmittag wird eine Pressekonferenz erwartet, laut "Salzburger Nachrichten" und "Presse" könnte es dabei um Erleichterungen bei der Maskenpflicht gehen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) stellt angesichts der Rufe nach regionalen Lockerungen ein Paket in Aussicht.

Die Bundesregierung könnte am Freitag weitere Lockerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus verkünden. Für den Nachmittag wird eine Pressekonferenz erwartet, laut "Salzburger Nachrichten" und "Presse" könnte es dabei um Erleichterungen bei der Maskenpflicht gehen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) stellt angesichts der Rufe nach regionalen Lockerungen ein Paket in Aussicht.

Laut "Presse" könnte die Maskenpflicht künftig nur mehr dort gelten, wo sie "unbedingt notwendig" sei - etwa überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Konkret wären davon etwa der Gastronomiebereich, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sowie der Rezeptionsbereich von Hotels betroffen, so die Zeitung.

Auch die "Salzburger Nachrichten" berichteten am Donnerstagabend, dass die Regierung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an der Spitze am Freitagnachmittag neue Erleichterungen bekannt geben werde. Neben Erleichterungen bei den Masken soll etwa auch eine Verschiebung der Sperrstunde von 23.00 Uhr auf ein Uhr kommen, so die "SN". Fallen soll demnach auch die Vier-Personen-pro-Tisch-Regelung in der Gastronomie.

Gesundheitsminister Anschober sagte in der ORF-"ZiB 2" am Donnerstagabend, angesprochen auf die Forderungen des Kärntner Landeshauptmanns Peter Kaiser (SPÖ) nach regionaler Aufhebung der Maskenpflicht, er verstehe diese Argumentation sehr gut. Man werde ein "Paket" vorlegen, wie man diesen Vorschlägen der Regionalisierung "entgegenkommen kann", wobei der Minister dafür keinen Zeithorizont nannte. Gleichzeitig sprach er sich gegen zu viel Lockerheit aus: "Auch ein Bundesland ist keine Insel, auch dort kann das Virus eingeschleppt werden", meinte er mit Blick auf Kärnten, das freilich nur mehr sehr wenige positive Fälle aufweist.

Gefragt, warum es etwa in Schulen keinen Turnunterricht gibt, Fitnessstudios aber ab Freitag wieder öffnen dürfen, sagte Anschober, dies sei "ein Teil dessen, was wir uns sehr genau ansehen. Wir wollen in manchen Bereichen vereinfachen und sind deshalb derzeit mit den Ländern und Regionen in einem gemeinsamen Arbeitsprozess. Ich gehe davon aus, dass wir sehr zeitnah Vereinfachungen auf den Tisch legen werden."

Auch zeitnahe Neuigkeiten betreffend des weiteren Umgangs mit den Einreisebeschränkungen stellte Anschober in Aussicht. Hier könnte es bereits kommende Woche weitere Entscheidungen geben. Am 15. Juni sollen ja Österreichs Grenzen zu Deutschland und der Schweiz geöffnet werden. Auch mit den östlichen Nachbarn Tschechien, Slowakei und Ungarn plant die Bundesregierung ein gemeinsames Ende der Reisebeschränkungen Mitte Juni. Wie es etwa mit Italien weitergehen soll, ist hingegen noch offen.

Quelle: Agenturen