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"Putins Bluthund" will minderjährige Söhne in den Krieg schicken

03. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Tschetschenen-Führer Ramsan Kadyrow und Putins berüchtigter "Bluthund" will seine Kinder Achmat (16), Eli (15) und Adam (14) an die Front schicken. Auf seinem Telegram-Kanal sind die Burschen in militärischer Kampfausrüstung zu sehen.

Kadyrow verkündete, dass die antrainierten Kampffertigkeiten seiner Söhne bald bei der "militärischen Spezialoperation" eingesetzt werden sollen. "Und ich scherze nicht. (...)", sagt der Tschetschenen-Führer in seiner Telegram-Meldung. "Bald werden sie an die Front geschickt und werden sich an den schwierigsten Abschnitten der Kontaktlinie aufhalten." Es sei der Wunsch seiner Söhne gewesen an die Front geschickt zu werden, den er "nur begrüße", berichtet die "Kronen Zeitung". 

Video zeigt Söhne bei Schießübungen

In einem Video sind die drei Minderjährigen in einer kriegerischen Umgebung beim Militär-Training zu sehen. Umgeben von Ausbildern schießen die Burschen mit Maschinengewehren, feuern eine Panzerabwehrrakete ab und bedienen anderes Militärgerät.

Die drei Söhne von Kadyrow sollen ihre militärische Ausbildung "vor langer Zeit (...) noch in ganz jungen Jahren" begonnen haben. Auf einer Armee-Basis würde ihnen jetzt der Umgang "mit verschiedenen Waffen" sowie "theoretische Grundlagen" der Kriegsführung beigebracht werden.

"TikTok-Krieger"

Kadyrow veröffentlicht seit Kriegsbeginn fast täglich Videos seiner Soldaten. Dabei sind sie in vermeintlich gefährlichen Situationen sowie wild schießend und brüllend zu sehen. Experten bezeichnen die Kämpfer als "TikTok-Krieger".

Es handle sich lediglich um reines Propaganda-Material und habe mit echten Kampfhandlungen nichts zu tun. Kadyrows-Soldaten wären in der Ukraine um zu Klauen, einzuschüchtern und zu Foltern, aber nicht um zu kämpfen, schreibt die "BILD". 

Kriegsbefürworter Kadyrow

Putins Bluthund gilt als glühender Kriegsbefürworter. Er ist für seinen brutalen Führungsstil im muslimisch geprägten Tschetschenien im Nordkaukasus bekannt. Außerdem hängt ihm schon lange der Ruf nach - ohne Konsequenzen - russische Gesetze zu umgehen.

Kadyrow äußerte schon mehrmals Kritik an der militärische Führung, wenn diese Niederlage im Ukraine-Krieg zu verkraften hatten. Er forderte daraufhin weitrechende Konsequenzen. Er zieht zudem dem Einsatz von Atomwaffen mit geringerer Sprengkraft in Betracht. 

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz