APA - Austria Presse Agentur

Putin würdigt Opfer des Zweiten Weltkrieges

09. Mai 2020 · Lesedauer 3 min

Russlands Präsident Wladimir Putin hat zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über den Hitler-Faschismus in Moskau an die großen Verdienste der Roten Armee erinnert. "Sie haben das Vaterland gerettet, das Leben der künftigen Generationen geschützt. Sie haben Europa befreit und die Welt beschützt", sagte der Kremlchef am Samstag an der Ewigen Flamme im Alexandergarten in Moskau.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über den Hitler-Faschismus in Moskau an die großen Verdienste der Roten Armee erinnert. "Sie haben das Vaterland gerettet, das Leben der künftigen Generationen geschützt. Sie haben Europa befreit und die Welt beschützt", sagte der Kremlchef am Samstag an der Ewigen Flamme im Alexandergarten in Moskau.

Die Zeremonie wurde im Fernsehen übertragen; in der russischen Hauptstadt gelten wegen der Coronavirus-Pandemie strenge Ausgangssperren. Wegen des Virus musste die Militärparade auf dem Roten Platz abgesagt werden.

Der Präsident sagte bei leichtem Regen, dass die Opfer niemals vergessen würden und die Siegesparade nachgeholt werde. "Wir verbeugen uns vor der Generation der großen Sieger", sagte er. Russland sei unbesiegbar. Während der Zeremonie gab es auch eine Schweigeminute. In Moskau wurde es totenstill. Putin legte zunächst einen Strauß Roter Rosen am Grab des Unbekannten Soldaten nieder, anschließend rote Nelken an den Gedenksteinen der Heldenstädte der Sowjetunion.

Trotz des Regens gab es in Moskau eine Flugshow der russischen Luftstreitkräfte. Solche Flugparaden gab es in mehreren russischen Städten. Für den Abend war auch Feuerwerk angekündigt. Gefeiert wird in Russland später als in Deutschland, weil die Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 zu einer Uhrzeit erfolgte, als in Moskau schon der 9. Mai angebrochen war. Zum Tag der Befreiung am Freitag in Deutschland hatte Putin in einem Telefonat mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel an das historische Ereignis erinnert.

Die Ex-Sowjetrepublik Weißrussland (Belarus) feierte indes trotz der Coronavirus-Pandemie eine riesige Militärparade. "Der Feiertag ist uns heilig", sagte Präsident Alexander Lukaschenko in Minsk. Er wandte sich in seiner Rede auch an Kritiker der Parade in Zeiten des lebensgefährlichen Coronavirus. "Wir können nicht anders", betonte er. Weißrussland sei das den Opfern des Zweiten Weltkrieges schuldig. "Sie alle wollten leben, aber starben, damit wir leben", sagte Lukaschenko.

Auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres meldete sich anlässlich des Jahrestages zu Wort. "Wir dürfen niemals den Holocaust und die anderen schweren und schrecklichen Verbrechen der Nazis vergessen", sagte er. "Der Sieg über Faschismus und Tyrannei im Mai 1945 markierte den Beginn einer neuen Ära."

Kritische Töne schlug der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an. "Wir machen aus dem Krieg keinen Kult", sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf Russland, wo der 9. Mai groß als Sieg der Sowjetunion über Hitler gefeiert wird. "Das ist ein sehr wichtiger Tag - und keine Werbeveranstaltung, keine Schlacht um Losungen, kein pompöser Wettbewerb der Tänze auf den Knochen", sagte der 42-Jährige.

Eine Friedensbotschaft wurde vor der Rede Putins aus dem Weltall gesendet. Die Kosmonauten Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner gratulierten den Menschen zum 75. Jahrestag des Sieges über den Hitler-Faschismus. "Wir sollten heute alles tun, damit die neuen Generationen ohne Krieg leben und den Frieden auf unserem Planeten erhalten", sagte Iwan Wagner in einer Videobotschaft an Bord der Internationalen Raumstation ISS.

Quelle: Agenturen