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Prozess wegen Schiffsdrama in Italien wird fortgesetzt

29. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Der Prozess um das schwere Schiffsunglück von Cutro vom 26. Februar 2023 vor der süditalienischen Küste mit zig toten Flüchtlinge wird am Freitag in der kalabrischen Stadt Crotone fortgesetzt. Das Verfahren war kurz nach der Eröffnung am 14. Jänner aus technischen Gründen auf den 30. Jänner vertagt worden. Sechs Offiziere der italienischen Küstenwache und der Finanzpolizei sind wegen fahrlässigen Schiffbruchs und mehrfacher fahrlässiger Tötung angeklagt.

Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor Cutro kamen mindestens 94 Menschen ums Leben, eine unbekannte Zahl gilt weiterhin offiziell als vermisst. 86 Überlebende, Angehörige von Todesopfern und NGOs wurden zum Prozess als Zivilkläger zugelassen. Bereits Ende 2023 wurden in einem getrennten Verfahren zu dem Fall drei Schlepper wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung mit Todesfolge zu Haftstrafen von bis zu 16 Jahren verurteilt. Das Schiffsunglück von Cutro hatte international für Entsetzen gesorgt.

Zusammenfassung
  • Am 30. Jänner wird der Prozess zum Schiffsunglück von Cutro aus dem Februar 2023 in Crotone fortgesetzt, nachdem der Start am 14. Jänner aus technischen Gründen verschoben wurde.
  • Mindestens 94 Menschen kamen bei dem Untergang eines Flüchtlingsbootes ums Leben, eine unbekannte Zahl gilt weiterhin als vermisst und 86 Überlebende, Angehörige sowie NGOs treten als Zivilkläger auf.
  • Sechs Offiziere der italienischen Küstenwache und Finanzpolizei sind wegen fahrlässigen Schiffbruchs und mehrfacher fahrlässiger Tötung angeklagt, während drei Schlepper bereits zu Haftstrafen von bis zu 16 Jahren verurteilt wurden.