Melichar zum Ibiza-Prozess: Für Strache "sei alles ok gewesen"

06. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Beim Prozess gegen Ex-FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, habe sich dieser als "Vermittler" dargestellt, sagt "Profil"-Journalist Stefan Melichar gegenüber PULS 24.

Der erste Prozesstag am Wiener Landesgericht für Strafsachen ist zu Ende gegangen. Ex-FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache muss sich dort wegen Bestechlichkeit vor Gericht verantworten. Inkriminiert ist ein von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft vermuteter Gesetzeskauf im Zusammenhang mit der Privatklinik Währing. Er bekannte sich - wie auch Klinik-Betreiber Walter Grubmüller - "nicht schuldig".

Aus Sicht Straches "sei alles ok gewesen", sagt "Profil"-Journalist Stefan Melichar im PULS 24 Interview. Strache gab an, "nicht in Details involviert gewesen zu sein", fasst Melichar Straches Verteidigung zusammen. Dem Ex-Vizekanzler sei es "nicht nur um diese Privatklinik gegangen", wie Strache vor Gericht angab. Ihm sei es darum gegangen "Ungerechtigkeiten beim Zulassungssystem aufzuzeigen", erklärt Melichar Straches Standpunkt. Zudem habe sich Strache beim Prozess nur als "Vermittler" dargestellt, sagt der Journalist im Interview.

PULS 24 berichtete vom Prozess gegen Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wegen Bestechlichkeit in Wien.

Auch der Betreiber der Klinik, Walter Grubmüller, bestreitet die Vorwürfe. Er gab an, dass er "die Gesetzesänderung nie gewollt hätte".

Der Anwalt von Walter Grubmüller, Helmut Grubmüller, sagt gegenüber der Presse, dass sein Mandant ein "Opfer der Korruption" war.

Die "große Herausforderung" der Staatsanwaltschaft sei es nun den "Konnex zu beweisen zwischen einer versprochenen Leistung und einem möglicherweise pflichtwidrigen Amtsgeschäft", sagt Melichar. Daher könne der Prozess auch über das geplante Ende am Freitag hinaus gehen.

Angela PerkonigQuelle: Agenturen / Redaktion / pea