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Pro und Contra: Wegen Personalmangels geschlossen - Haben wir das Arbeiten verlernt?

16. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Die Liste der Mangelberufe steht auf Rekordniveau. Müssen Betriebe ihrem Personal einfach mehr zahlen oder sind Arbeitnehmer:innen schlicht zu anspruchsvoll? Bei Pro und Contra diskutieren das brisante Thema Claudia Plakolm (ÖVP), Josef Muchitsch (SPÖ), Gastronom Gert Kunze, Ökonomin Monika Köppl-Turyna und Veranstalterin Frederika Ferková.

Die Arbeitslosenquote ist niedrig wie seit 2008 nicht mehr und gleichzeitig lähmt die Personalnot das Wachstum in wichtigen Branchen. Als Folge davon haben sich am Arbeitsmarkt die Machtverhältnisse umgekehrt. Der Abgang der geburtenstarken "Babyboomer" in die Pension verschärft die schwierige Situation. 

Berufseinsteiger;innen haben dadurch die Wahl. Und anders als ihre Eltern setzen die Jungen auf sinnstiftende Beschäftigung mit Work-Life-Balance, flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice-Option.

Trotz dieser Dringlichkeit wurde die bereits angekündigte Arbeitsmarktreform abgeblasen. Die Koalitionspartner konnten sich weder auf ein degressives Modell beim Arbeitslosengeld noch auf neue Zuverdienstgrenzen einigen. Gespalten ist die Politik auch beim Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylwerber:innen, den immer mehr Unternehmen als Maßnahme gegen den Arbeitskräftemangel fordern.

Müssen wir künftig mehr oder weniger arbeiten? Gefährdet der Fachkräftemangel bereits unseren Wohlstand? Wie können Unternehmen jungen Menschen für sich gewinnen? Und was droht uns, wenn wir keine Lösungen finden?

Gäste:              

Claudia Plakolm, Staatssekretärin für Jugend und Zivildienst im Bundeskanzleramt 
Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender Gewerkschaft Bau-Holz und Sozialsprecher und Nationalratsabgeordneter, SPÖ 

Monika Köppl-Turyna, Direktorin Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria
Gert Kunze, Gastronom, Eigentümer Café Eiles in Wien
Frederika Ferková, Veranstalterin und Marketingexpertin

Moderation:                           

Gundula Geiginger  

Pro und Contra, Dienstag, 17. Jänner, 21:15 Uhr auf PULS 24 und 22:20 Uhr auf PULS 4

Quelle: Redaktion / red