Pro und Contra: Streit um die Abtreibung – Wer entscheidet, ob ein Kind kommt?

27. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Der US-Supreme Court hat das allgemeine Recht auf Schwangerschaftsabbruch gekippt. Sind die Abtreibungsgegner:innen auch in Österreich nun im Aufwind und wie können Frauenrechte gestärkt werden? Darüber diskutieren in Pro und Contra u. a. NEOS-Abgeordnete Henrike Brandstötter, Stephanie Merckens vom katholischen Institut für Ehe und Familie und Ex-Skirennläuferin Nicola Werdenigg.

Wer entscheidet über einen Schwangerschaftsabbruch, die Frau oder der Gesetzgeber? Diese Debatte spaltet - von den USA ausgehend - derzeit die ganze westliche Welt. Die Harvard University schätzt, dass nach dem allgemeinen Abtreibungsverbot die Todesfälle im Zusammenhang mit Schwangerschaften in den USA um 21 Prozent steigen könnten.

Auch in Österreich sind Abtreibungen nicht legal, sondern nur straffrei. Wird die gültige Fristenlösung (bis zur 12. Schwangerschaftswoche) nicht eingehalten, drohen Frauen ein Jahr und Ärzt:innen bis zu drei Jahren Haft.

Zudem ist Österreich das einzige Land in Westeuropa, in dem Abtreibungen nicht von den Krankenkassen bezahlt werden. Die Parteien im Nationalrat sind in der Frage gespalten, Vertreter:innen der katholischen Kirche und die "Recht auf Leben"-Lobby treten für eine Verschärfung der Gesetze ein.

Warum werden Frauenrechte in Frage gestellt? Wie reagiert Europa und insbesondere Österreich auf die US-Entscheidung? Ist die österreichische Fristenlösung noch zeitgemäß? Und wieso gibt es keine Abtreibungsstatistik?

PRO UND CONTRA

Dienstag, 28. Juni 2022, 22:20 Uhr auf PULS 4
Mittwoch, 29. Juni 2022, 21:00 Uhr auf PULS 24     

Gäste:

Henrike Brandstötter, Nationalratsabgeordnete und Sprecherin für Frauen und Gleichbehandlung bei den NEOS
Stephanie Merckens, Juristin vom katholischen Institut für Ehe und Familie und Mitglied der Bioethikkommission
Nicola Werdenigg, Beraterin, ehemalige Skirennläuferin und Feministin
Ludwig Brühl, Abtreibungsgegner, Vertreter Marsch fürs Leben 

Moderation:

Gundula Geiginger 

Quelle: Redaktion / coco