Pro und ContraPULS 24

Pro und Contra: Schengen-Veto Österreichs - Löst es das Migrationsproblem?

14. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Schengen-Beitritt von Bulgarien und Rumänien ist vorerst gescheitert. Kann das Veto zusätzliche Migrationsströme verhindern oder isoliert sich Österreich? Darüber diskutiert bei "Pro und Contra" eine streitbare Runde aus Ioan Holender, Christian Stocker, Judith Kohlenberger, Michel Reimon und Reinhold Einwallner. 

Österreich sagt Nein zu Rumänien und Bulgarien – und wählt damit einen Alleingang in der EU. Denn selbst die Niederlande - die auch gegen den Schengen-Betritt stimmten – halten Rumänien grundsätzlich für geeignet. Die Begründung Österreichs für die Ablehnung waren Angst vor zusätzlichen Migrationsströmen sowie die herrschende Korruption in den beiden Ländern. Zuerst brauche es einen effektiven EU-Außengrenzschutz, so Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP). 

Rumänien fühlt man sich jedenfalls von Österreich ordentlich vor den Kopf gestoßen: In sozialen Medien wird zum Boykott österreichischer Produkte aufgerufen, der rumänische Botschafter nach Bukarest gerufen, wo man gar von einer „feindseligen Haltung“ Österreichs spricht. Auch vom Koalitionspartner kommt Kritik am Veto des Innenministers.

Welche Auswirkungen hat das Schengen-Veto auf Österreichs Ansehen in der EU? Können so weitere Migrationsströme verhindert werden? Und wird eine EU-Quotenregelung das gescheiterte Dublin-Abkommen ersetzen?   

Gäste:      

Christian Stocker, Generalsekretär, Sprecher für Inneres und Sicherheit, Nationalratsabgeordneter, ÖVP   

Michel Reimon, Sprecher für Europapolitik, Nationalratsabgeordneter, Die Grünen 

Ioan Holender, Sänger und Künstleragent, früher Direktor Staatsoper Wien und Volksoper Wien sowie Künstlerischer Direktor George Enescu Festival in Bukarest 

Judith Kohlenberger, Kulturwissenschafterin und Migrationsforscherin WU Wien 

Reinhold Einwallner, Sprecher für Innere Sicherheit, Nationalratsabgeordneter, SPÖ

Moderation: 

Gundula Geiginger 

"Pro und Contra" – Mittwoch, 14. Dezember, 20:15 Uhr auf PULS 24 sowie im Livestream auf der ZAPPN App.

Quelle: Redaktion / red