APA - Austria Presse Agentur

Pro-iranische Milizen im Irak drohen US-Truppen

30. März 2020 · Lesedauer 2 min

Trotz des US-Abzugs von irakischen Militärstützpunkten drohen pro-iranische Milizen Washington mit weiteren Angriffen. Die US-Truppen seien nicht wirklich aus dem Irak abgezogen, sondern nur an sicherere Orte verlegt worden, sagte der Sprecher der Miliz Kataib Hezbollah, Mohammed Muhi, der Deutschen Presse-Agentur.

Trotz des US-Abzugs von irakischen Militärstützpunkten drohen pro-iranische Milizen Washington mit weiteren Angriffen. Die US-Truppen seien nicht wirklich aus dem Irak abgezogen, sondern nur an sicherere Orte verlegt worden, sagte der Sprecher der Miliz Kataib Hezbollah, Mohammed Muhi, der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir werden sie weiter angreifen, wo immer sie sind, denn wir sind der Meinung, dass sie illegal im Irak sind. Wir warnen die amerikanischen Kräfte vor jeglicher Aggression gegen das irakische Volk."

Die im Irak stationierten US-Truppen unterstützen die irakische Armee im Kampf gegen die Reste der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Doch seit Wochen wachsen die Spannungen zwischen ihnen und pro-iranischen bewaffneten Gruppen. Die USA hatten im Jänner bei einem Raketenangriff den iranischen Top-General Qassem Soleimani und den hohen irakischen Milizenanführer Abu Mahdi al-Muhandis in Bagdad getötet.

Kataib Hezbollah (Kataib Hisbollah) und anderen Milizen drohten Washington danach mit Vergeltung. Immer wieder schlagen Raketen auf Stützpunkten ein, die die USA nutzen. Dabei starben in diesem Monat unter anderem zwei amerikanische Soldaten und eine britische Soldatin.

Die US haben sich in diesem Monat von drei Basen im Irak zurückgezogen. Am Sonntag verließen sie den Militärstützpunkt K1 nahe der Stadt Kirkuk im Nordirak. Zuvor hatten sie bereits die Stützpunkte Al-Qaim nahe der irakisch-syrischen Grenze und die Basis Qayyarah West an die Iraker übergeben.

"Dieser seit langem geplante Schritt wurde mit der irakischen Regierung abgestimmt", schrieb Bündnis-Sprecher Myles Caggins auf Twitter. Die Soldaten der Koalition würden den Kampf gegen den IS von "weniger Orten" mit "weniger Gesichtern" unterstützen.

Quelle: Agenturen