Polizist starb bei Selbstmordanschlag in Moskau
Zu möglichen Hintergründen machten die Behörden keine Angaben. Ermittelt werde unter anderem wegen eines Anschlags auf das Leben eines Polizeibeamten, hieß es.
Kremlchef Wladimir Putin sprach der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge bei einer Sitzung des Inlandsgeheimdienstes FSB von Terror. Es handle sich höchstwahrscheinlich um eine inzwischen übliche Anwerbung über das Internet, sagte er demnach. Dem Menschen sei ein Sprengsatz angedreht worden, und dann seien er und das mutmaßliche Ziel aus der Ferne gesprengt worden. "Mit großer Wahrscheinlichkeit wusste er überhaupt nichts davon", vermutete der Kremlchef.
Die Zahl der Terrorverbrechen sei gestiegen, sagte Putin. Einen Großteil davon schrieb Putin ukrainischen Geheimdiensten zu. Auch die Zahl der Angriffe auf Infrastrukturobjekte sei gestiegen, sagte er und kündigte Schutzmaßnahmen an. Es sei nötig, den Kampf gegen Terrorismus zu forcieren.
Erst im Dezember hatte sich ein ähnlicher Fall in Moskau ereignet. Bei einer Sprengstoffexplosion im Süden der russischen Hauptstadt starben zwei Polizisten und ein Mann. Die Hintergründe waren ebenfalls unklar. Die Beamten wollten den Ermittlern zufolge einen Mann überprüfen, der sich in der Nähe eines Polizeiautos aufhielt. Als sie sich auf den Mann zubewegten, kam es den Angaben nach zu der Explosion. Die Polizisten und eine neben ihnen stehende Person wurden getötet, wie die Behörde weiter mitteilte.
Zusammenfassung
- Bei einer Explosion an einem Polizeiauto am Sawjolowoer Bahnhof im Norden Moskaus wurde am Dienstag ein Polizist getötet und zwei weitere Beamte verletzt.
- Der 22-jährige Täter sprengte sich selbst in die Luft, während die Hintergründe laut Behörden weiterhin unklar sind und Ermittlungen wegen eines Anschlags auf das Leben eines Polizeibeamten laufen.
- Kremlchef Putin sprach von einem Terrorakt, machte ukrainische Geheimdienste für den Anstieg der Terrorverbrechen verantwortlich und kündigte verstärkte Schutzmaßnahmen an.
