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Polizei ging in Wien gegen Kundgebungsteilnehmer vor

01. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

In Wien ist es am späten Samstagnachmittag zu einem Polizeieinsatz gegen Teilnehmer einer 1. Mai-Kundgebung gekommen. Wie die Polizei gegenüber der APA erklärte, war die Lage im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche in Wien-Alsergrund vorübergehend eskaliert. Nachdem es von Demonstranten einen Angriff auf die Exekutive gegeben hatte, setzten die Beamte demnach Pfeffersprays ein, wodurch es zu tumultartigen Szenen kam. Am frühen Abend habe sich die Szene aber wieder beruhigt.

Laut Polizei hatten sich bis zu 1.000 Teilnehmer einer Kundgebung, die aus dem Bezirk Ottakring in Richtung Stadtzentrum gezogen war, vor der Votivkirche versammelt. Einige versuchten, die Gerüste des in Renovierungsarbeiten befindlichen Gotteshauses zu erklimmen, um dort Transparente anzubringen. Als die Polizei dies verhindern wollte, kam es seitens der Demonstranten zu gewalttätigen Angriffen auf die Polizisten. Es seien unter anderem Dosen und Glasflaschen geflogen.

Daraufhin sei die Polizei gegen die Angreifer vorgerückt und habe auch Pfeffersprays verwendet, so ein Polizeisprecher. In die folgenden Tumultszenen seien auch an sich unbeteiligte Passanten und Spaziergänger involviert worden. Es kam auch zu Festnahmen. Genaue Zahlen lagen vorerst aber nicht vor.

Eine Augenzeugin hatte gegen 17:18 Uhr auf Twitter berichtet: "Ich wurde gerade Zeuge, wie ca. 200 Polizisten die Wiese gestürmt haben. Sie haben alles niedergeknüppelt, was sie erwischt haben." Gegen 18.30 Uhr herrschte vor der Votivkirche laut Polizei wieder Ruhe.

Der Sicherheitssprecher der ÖVP, Karl Mahrer, sprach in einer Aussendung von "linken Chaoten", die ihren Mai-Aufmarsch dazu missbraucht hätten, "um die Polizei mit Gegenständen wie Dosen und Glasflaschen körperlich zu attackieren." Mahrer dankte "allen Polizistinnen und Polizisten, die tagtäglich die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher gewährleisten und dabei sogar immer wieder ihre eigene Gesundheit riskieren müssen."

Quelle: Agenturen