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Polens Präsident Duda bekräftigt seine Freundschaft zu Trump

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Polens Präsident Andrzej Duda hat bei einem gemeinsamen Abendessen mit Donald Trump in New York seine Freundschaft zu dem ehemaligen US-Präsidenten bekräftigt. "Das war ein freundschaftliches Treffen in einer sehr netten Atmosphäre", sagte Duda am Mittwochabend (Ortszeit) nach der Begegnung.

Trump, der für die Republikaner im November erneut ins Weiße Haus einziehen will, hatte das polnische Staatsoberhaupt in seine Wohnung im Trump Tower eingeladen. Er lobte Duda vor dem Treffen: "Er hat großartige Arbeit geleistet und er ist mein Freund. Wir hatten vier tolle Jahre zusammen." Trump versicherte auch: "Wir stehen voll hinter Polen."

Dudas Treffen mit Trump wurde in großen Teilen der polnischen Öffentlichkeit mit Stirnrunzeln verfolgt. Der Präsident, der aus den Reihen der nationalkonservativen PiS stammt, hat aus seiner Bewunderung für Trump nie einen Hehl gemacht. Zugleich ist das EU-und NATO-Mitglied Polen ein enger militärischer Verbündeter der von Russland angegriffenen Ukraine und eine wichtige Drehscheibe für die westliche Militärhilfe für Kiew. Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern gibt es auch in Polen die Sorge davor, dass die USA ihre Unterstützung für die Ukraine zurückfahren werden, sollte Trump erneut Präsident werden.

Polens Regierungschef Donald Tusk sagte vor Dudas Visite: "In Polen sind sich fast alle darüber im Klaren, dass ein möglicher Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen für die Sicherheit Polens, Europas und der Zukunft der NATO ungünstig wäre." Fast jede Rede von Trump zeige seine antiukrainische und prorussische Haltung, sagte Tusk weiter. In einem Post auf der Plattform X (vormals Twitter) ergänzte er am Donnerstag, er vertraue darauf, dass Duda während des Treffens mit Trump in New York die Empfehlung der polnischen Regierung aufgegriffen und den polnischen Standpunkt zu Sicherheitsfragen dargelegt habe.

ribbon Zusammenfassung
  • Polens Präsident Andrzej Duda bekräftigt bei einem Abendessen in New York seine Freundschaft zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
  • Die Begegnung löst in Polen Sorgen aus, da eine Rückkehr Trumps ins Weiße Haus als Risiko für die Sicherheit Polens und der NATO gesehen wird.
  • Polens Regierungschef Tusk kritisiert Trumps antiukrainische und prorussische Positionen und warnt vor negativen Auswirkungen auf die Sicherheit Polens.

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