APA - Austria Presse Agentur

Platter fordert vom Bund klare Ansage für dritte Corona-Teilimpfung

03. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Länder und Gemeinden müssten sich vorbereiten, falls ein dritter Stich vorgeschrieben werden sollte. Günther Platter, derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, will vom Bund Klarheit.

Vor allem bei älteren Menschen, die in den Alten- und Pflegeheimen geimpft wurden, liege die Immunisierung bereits bis zu acht Monate zurück. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), hat am Dienstag deshalb Informationen bezüglich einer dritten Teilimpfung eingefordert.

In anderen Ländern bereits fixiert

"Es braucht eine rasche Klarstellung des Bundes, ob und wenn ja wann und für wen ein dritter Stich mit der Covid-Schutzimpfung notwendig ist", so Platter in einer Aussendung. In anderen Ländern wie Israel oder Deutschland sei diese Entscheidung bereits getroffen werden. Daher sei es an der Zeit, auch in Österreich diese Frage zu klären.

Israel startet mit dritter Teilimpfung

Ziel müsse es sein, dass für die Geimpften die Vollimmunisierung weiter aufrecht bleibe. "Viele vor allem ältere Menschen sind in Österreich bereits zu Jahresbeginn geimpft worden", sagte der Landeshauptmann. Er forderte eine rasche Entscheidung auf Bundesebene ein, damit sich die Bundesländer und auch die Gemeinden auf allfällige Impfaktionen für den dritten Stich vorbereiten können.

Nötige Impfstoffe sind bestellt

Im Gesundheitsministerium sah man sich für die dritte Teilimpfung gerüstet. "Die dafür nötigen Impfstoffe sind bereits bestellt und entsprechende Vorbereitungen werden getroffen. Der exakte Zeitpunkt für den Start der dritten Teilimpfung sollte jedoch erst festgelegt werden, wenn ausreichend wissenschaftliche Grundlagen vorliegen und die Europäische Zulassungsbehörde EMA ihre entsprechende Empfehlung abgibt", hieß es in einem Statement gegenüber der APA. Wie bereits seit einiger Zeit in den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums (NIG) vorgesehen, könnten Hochrisikopatientien bereits jetzt in bestimmten Fällen nach Gesprächen mit den behandelnden Ärzten und Ärztinnen eine dritte Impfdosis verabreicht werden, wenn nach abgeschlossenem Impfzyklus keine ausreichende Immunantwort vorliegt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam