Picek zum Arbeitsmarkt: "Regierung sollte selbst reagieren und Jobs schaffen"

27. Apr 2021 · Lesedauer 1 min

Arbeitsminister Martin Kocher präsentierte am Dienstag die Pläne zur Kurzarbeit. Für Oliver Picek, Chefökonom des "Momentum Instituts", ist eine Anpassung der Kurzarbeit abzusehen.

Bis Ende Juni gilt noch das bisherige Konzept der Kurzarbeit. Der Chefökonom des "Momentum Instituts", Oliver Picek, geht davon aus, dass die Unternehmen bereits im Juli bereit sein werden, zu entscheiden, wen sie längerfristig behalten wollen. Demnach wird sich auch das Konzept der Kurzarbeit ändern, erklärt er im Interview mit PULS 24 Anchor Werner Sejka.

Dennoch sei der "Comeback-Turbo" der Regierung zu wenig, so der Ökonom. Es würde zumindest bis 2023 dauern, bis Österreich das Arbeitslosenniveau von vor der Corona-Pandemie erreichen würde. Um diese Situation zu verbessern rät Picek, der Regierung "selbst zu reagieren, in dem sie Jobs schafft". Unabhängig von der Corona-Pandemie gäbe es vor allem in den öffentlichen Dienstleistungssektor genügend Möglichkeiten Jobs zu schaffen.

Vor allem im Gesundheits- und Bildungssektor herrscht Personalmangel. Dies hat vor allem die Corona-Krise sichtbar gemacht. Picek rät daher der Regierung "die Krise zu nutzen". Durch das Schaffen von öffentlichen Arbeitsstellen würde man nicht nur die Qualität dieser Dienstleistungen verbessern und die Arbeitslosigkeit senken, sondern auch den wirtschaftlichen Aufschwung unterstützten, sagt Picek.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea