Hacker: Mancherorts brauche es schärfere Corona-Maßnahmen

15. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hält in manchen Regionen strengere Corona-Maßnahmen für sinnvoll. In Wien habe man hingegen mit den Maßnahmen und der Teststrategie ein "gutes System aufgestellt", sagt Hacker im Newsroom LIVE. Von der Regierung fordert er ein einheitliches Auftreten.

"In manchen Gebieten sind wir bei einer Sieben-Tages-Inzidenzen, von weit über 2.200. Dort kann man nicht mehr mit einem Lockdown für Ungeimpfte auskommen. Da wird es schärfere Maßnahmen brauchen, um diese unfassbare Explosion wieder einzudämmen", sagt Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Der Lockdown für Ungeimpfte sei nur das Mindestmaß an Corona-Maßnahmen. Allerdings helfe diese Maßnahme "sicherlich nicht mehr", wenn "jeder 50ste bereits infiziert ist", erklärt er im Newsroom LIVE.

Bei Corona-Maßnahmen "kein Wettbewerb der Strenge"

In Wien habe man ein "gutes System aufgestellt", erklärt Hacker. Bereits vor der vierten Welle habe man Vorarbeit geleistet, was die Corona-Maßnahmen und die Teststrategie betreffen. "Ich bin froh, dass wir es gemacht haben und dass wir den Mut dazu gehabt haben", meint der SPÖ-Politiker im Interview. Laut Hacker werden in Wien pro Tag über 200.000 PCR-Tests durchgeführt und ausgewertet. Dennoch gäbe es zwischen den Bundesländern "keinen Wettbewerb der Strenge", meint der Gesundheitsstadtrat. "Es macht Sinn immer zu adjustieren", so Hacker.

PULS 24 hat sich bei Kindern und Eltern umgehört, warum sich sie sich für die Impfung entschieden haben.

Auch bei der Corona-Impfung habe man in Wien derzeit die Kapazität verdoppelt. 26.000 Impfungen werden dabei in Wien pro Tag verteilt. Aktuell sei der Andrang so groß, dass einige wenige sogar nach Hause geschickt wurden, erzählt Hacker. Auch bei der Kinder Impfung sei der Andrang überraschenderweise groß gewesen. Hier sei man es der Bevölkerung schuldig, mein Hacker, diese Off-Label-Impfung anzubieten, da diese bereits mehrfach im niedergelassenen Bereich durchgeführt wurde.

"Das letzte was wir gebrauchen können", sei das Kommunikations-Chaos innerhalb der Bundesregierung. Es erstaune ihn, dass die Koalitionspartner nicht in einer einheitlichen Sprache kommunizieren und nach Außen treten. "Wir brauchen jetzt wirklich ein gemeinsames Vorgehen", denn das Auftreten der Regierung derzeit sei "nicht sehr prickelnd", meint Hacker.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea