Pakistan treibt Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg voran
Sharif erklärte am Samstag, in einem mehr als einstündigen Telefongespräch mit Pezeshkian habe er "Pakistans starke Verurteilung der anhaltenden Angriffe Israels auf den Iran" bekräftigt und die Solidarität seines Landes mit dem iranischen Volk ausgedrückt. Der iranische Präsident habe die diplomatischen Bemühungen Pakistans gelobt und erklärt, dass Vertrauen nötig sei, um Gespräche und eine Vermittlung in dem Konflikt zu ermöglichen. Pakistan hatte der Führung in Teheran bereits einen 15-Punkte-Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges übermittelt.
Pakistan will am Sonntag und Montag mit Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten über den Iran-Krieg beraten. Bei dem zweitägigen Treffen der Außenminister in Islamabad gehe es um "intensive Diskussionen über eine Reihe von Themen, einschließlich der Bemühungen um eine Deeskalation der Spannungen in der Region", teilte das pakistanische Außenministerium am Samstag mit.
Laut dem türkischen Außenminister Hakan Fidan soll ein Mechanismus zur Deeskalation geschaffen werden. Ziel des Treffens seien rasch "umsetzbare Schritte" zur Beendigung des Krieges, bevor es zu weiteren Zerstörungen in der Region und noch mehr Schäden für die Weltwirtschaft komme, sagte Fidan auf einer Konferenz in Istanbul. Die neue "polyzentrische Ordnung" der Welt erfordere eine Lösung zum Schutz wichtiger Energie- und Handelsrouten.
Zusammenfassung
- Pakistans Premierminister Sharif hat in einem über einstündigen Telefonat mit Irans Präsident Pezeshkian die Vermittlungsbemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs und die Solidarität mit dem iranischen Volk betont.
- Pakistan übermittelte der iranischen Führung einen 15-Punkte-Vorschlag der USA zur Beendigung des Konflikts und informierte über diplomatische Kontakte mit den USA und Golfstaaten.
- Am Sonntag und Montag beraten die Außenminister von Pakistan, Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten in Islamabad über Schritte zur Deeskalation und zum Schutz wichtiger Energie- und Handelsrouten.
