APA - Austria Presse Agentur

Päpstliche Audienz und Angelus weiterhin im Streaming

18. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Der Petersdom in Rom steht seit diesem Montag wieder für Gläubige offen, doch im Vatikan herrscht noch nicht wieder der Alltag wie vor Beginn der Coronavirus-Epidemie. Die Mittwoch-Audienz wird weiterhin im Streaming erfolgen. Auch das Angelus-Gebet am Sonntag wird der Papst wie bisher von seiner Privatbibliothek im Apostolischen Palast aus sprechen, teilte der Vatikan am Montag mit.

Der Petersdom in Rom steht seit diesem Montag wieder für Gläubige offen, doch im Vatikan herrscht noch nicht wieder der Alltag wie vor Beginn der Coronavirus-Epidemie. Die Mittwoch-Audienz wird weiterhin im Streaming erfolgen. Auch das Angelus-Gebet am Sonntag wird der Papst wie bisher von seiner Privatbibliothek im Apostolischen Palast aus sprechen, teilte der Vatikan am Montag mit.

68 Tage, fast zehn Wochen, waren Petersplatz und Petersdom geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden. In den vergangenen Tagen war der Petersdom in mehreren Phasen einer gründlichen Desinfektion unterzogen worden. Auch die Basiliken Sankt Paul vor den Mauern und die Bischofskirche des Papstes, Sankt Johann im Lateran, standen am Montag nach einer Grundreinigung wieder für die Gläubigen offen.

Mit der Messe zu Ehren von Johannes Paul II. feierte Franziskus am Montag die letzte live übertragene Morgenmesse. Am Montag kehrte Italien zugleich zu Gottesdiensten mit physisch anwesenden Gläubigen zurück. Deshalb wird Papst Franziskus ab Dienstag seine Morgenmessen wieder gewohnter Form - wie vor der Coronakrise - aufnehmen, also ohne Livestream.

Der Vatikan hatte sich am 10. März dazu entschlossen, Petersdom und Petersplatz zu sperren, um niemanden zu gefährden. Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war der Petersdom ausnahmslos an allen Tagen im Jahr geöffnet.

Frankreichs Staatsrat hat unterdessen die Regierung angewiesen, das absolute Versammlungsverbot in Gotteshäusern aufzuheben. Stattdessen müsse die Regierung Maßnahmen erlassen, die dem Kampf gegen das Coronavirus angemessen seien und Gottesdienste ermöglichen, teilte der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht am Montag mit.

Religionsfreiheit, hieß es, sei ein Grundrecht - dazu zähle auch, kollektiv an Zeremonien in Gotteshäusern teilzunehmen. Sie müsse jedoch mit dem Gesundheitsschutz in Einklang gebracht werden.

Quelle: Agenturen