Ordensspitäler Oberösterreich - Pflege nimmt KV-Angebot an
Die Arbeitnehmer hatten ursprünglich eine Reduktion der Wochenarbeitszeit von 40 auf 35 Stunden, zuletzt auf 37 Stunden gefordert. Die Erhöhung des Zeitbonus sei "ein wichtiges Signal, aber noch keine strukturelle Lösung", hieß es in der Aussendung am Mittwoch. "Diese Verbesserung zeigt klar: Der Einsatz der Beschäftigten - ihre Organisation, ihre Streiks und ihre Solidarität - hat Wirkung gezeigt. Ohne diesen Druck hätte es dieses Ergebnis nicht gegeben", betonte vida-KV-Verhandlerin Martina Reischenböck.
Die zentrale Forderung nach einer echten Arbeitszeitverkürzung bleibe aufrecht. Für deren Umsetzung sieht die Gewerkschaft vorrangig die Politik in der Pflicht. "Eine nachhaltige Entlastung im Gesundheitsbereich wird es nur geben, wenn die politischen, finanziellen Rahmenbedingungen dafür zur Verfügung gestellt werden. Hier gilt: besser jetzt handeln als später", so Reischenböck.
"Die große Zustimmung des Maßnahmenpakets nehmen wir zur Kenntnis. Die notwendigen weiteren Schritte werden nun in die Wege geleitet", hieß es vonseiten der Ordensspitäler. Wesentlich seien - unabhängig davon - regelmäßige Abstimmungen, um die Arbeitsbedingungen im Blick zu behalten und, wo es erforderlich sei, gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Dies erfolge "in bewährter Zusammenarbeit" mit Betriebsrat und Mitarbeitenden.
Zusammenfassung
- 88 Prozent der rund 10.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten in den oberösterreichischen Ordensspitälern haben nach acht Verhandlungsrunden und zwei Streiktagen das Kollektivvertragsangebot angenommen.
- Das Paket beinhaltet eine Gehalts- und Zulagenerhöhung um 3,3 Prozent ab Juli und eine Erhöhung des jährlichen Zeitbonus um 15 Stunden, wobei die Laufzeit ein Jahr beträgt.
- Die zentrale Forderung nach einer echten Arbeitszeitverkürzung bleibt laut Gewerkschaft vida bestehen, wobei die Politik für nachhaltige Entlastung im Gesundheitsbereich in der Verantwortung gesehen wird.
