Öffnungen: "Starkes Lobbying betrieben" - WKO freut sich, SPÖ kritisiert

23. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Mario Pulker, Gastro-Obmann der WKO, freut sich im PULS 24 Interview über die angekündigten Öffnungen im Mai. Man habe hier "starkes Lobbying betrieben". Genau dies greift SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher auf und meint, die Regierung handle nicht nach Gesundheits- sondern nach Lobby-Interessen.

Mario Pulker, Gastro-Obmann bei der Wirtschaftskammer (WKO), freute sich nach der Pressekonferenz der Regierung über die geplanten Öffnungsschritte im Mai, die auch den Lokalen wieder ein Aufsperren unter strengen Bedingungen erlauben. Dass die Sperrstunde auf 22 Uhr hinaufgesetzt wurde, sei "eine sehr große Erleichterung und auch ein sehr großer Erfolg der Interessensvertretung", so Pulker im PULS 24 Interview.

"Wir haben in den letzten Wochen hier im Hintergrund wirklich starkes Lobbying betrieben und alle Karten auf den Tisch gelegt", sagte Pulker in Gespräch mit Anchorwoman Bianca Ambros. Man habe "gesagt, was für uns wichtig ist und dass die Gastronomie ein sicherers Pflaster ist", so Pulker.

"Scheinbar geht es darum, wer am lautesten lobbyiert"

Genau dies kritisierte kurz darauf SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher im Gespräch mit PULS 24. Die Regierung und insbesondere Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) orientiere sich nicht an klaren wissenschaftlichen Kriterien sondern setze auf politischen PR-Aktionismus, um Interessensvertretungen zufrieden zu stellen. Diese Undurchsichtigkeit habe in Österreich viel Vertrauen gekostet.

Kucher: "Geht darum, wer am lautesten lobbyiert"

SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher kritisiert die Corona- und Öffnungspolitik der Regierung.

"Herr Pulker hat es ja offen gesagt: Scheinbar geht es darum, wer am lautesten lobbyiert", kritisierte Kucher. "Diejenigen, die lautstark aufschreien und lobbyieren können, die setzen sich durch", so der Schluss von Kucher. Die Wirtschaftskammer und deren Präsident Harald Mahrer hätten "mit diesem Vorgehen den Betrieben in Österreich sehr viel Schaden zugefügt", urteilte Kucher.

Quelle: Redaktion / hos