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Oberösterreichische Ordensspitäler: Ganztägiger Streik

Heute, 12:44 · Lesedauer 2 min

Die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler streiken am Donnerstag, 22. Jänner, an allen acht Standorten, zwei Betriebsräte an zwei Standorten würden nicht teilnehmen. Die Gewerkschaft vida betonte noch am Mittwoch "wir sind weiterhin verhandlungsbereit, bis zur letzten Minute", sollten die Arbeitgeber den Streik doch noch abwenden wollen. Auch die Ordensspitäler seien bereit, "den konstruktiven Dialog fortzusetzen", ließen diese in einer Aussendung wissen.

Für die drei Häuser in Linz kündigte die Gewerkschaft ab 7.00 Uhr öffentliche Streikversammlungen an. Weiters betonte sie, dass während des ganztägigen Streiks für Notfälle und stationäre Patienten ein Notdienst eingerichtet werde. Aktuell seien 117 geplante Operationen von dem Streik betroffen, berichteten die Ordensspitäler am Mittwoch. "Diese konnten erfolgreich verschoben werden oder wurden bereits durchgeführt", hieß es. Fest stehe, dass Betriebsräte in sechs von acht Ordensspitälern in den Streik eingebunden seien, an zwei Standorten hätten sich zwei Betriebsräte bewusst gegen eine Streikteilnahme entschieden, so die Spitäler. Sie würden mit Hochdruck daran arbeiten, "den morgigen Tag organisatorisch bestmöglich vorzubereiten und einen möglichst reibungslosen Ablauf für alle Patient*innen sicherzustellen".

In einer Abstimmung der Gewerkschaft vida hatten sich - nach vier Verhandlungsrunden ohne Abschluss - 93,3 Prozent für eine Arbeitsniederlegung in allen acht betroffenen Häusern ausgesprochen, woraufhin der ÖGB die Streik-Freigabe erteilte. Die Forderungen des nicht ärztlichen Personals nach Lohnerhöhungen zumindest in Höhe der Inflation und einer stufenweisen Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden bleiben aufrecht. Die Arbeitgeber bieten bisher aber für die rund 10.000 Beschäftigten nur 3,3 Prozent Plus und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch.

Zusammenfassung
  • Beschäftigte der oberösterreichischen Ordensspitäler streiken am 22. Jänner ganztägig an allen acht Standorten, wobei sich sechs von acht Betriebsräten beteiligen und zwei Standorte nicht teilnehmen.
  • Von dem Streik sind 117 geplante Operationen betroffen, die laut Ordensspitälern entweder verschoben oder bereits durchgeführt wurden; für Notfälle und stationäre Patienten ist ein Notdienst eingerichtet.