APA - Austria Presse Agentur

Nordkorea schweigt zu Spekulationen um Kim Jong-un

22. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Nordkorea hält sich zu den Spekulationen im Ausland um den Gesundheitszustand von Machthaber Kim Jong-un bedeckt. In den Staatsmedien des abgeschotteten Landes gab es am Mittwoch keinen Hinweis auf den Aufenthaltsort Kims. Das US-Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben keine Anhaltspunkte dafür, dass Kim keine Kontrolle mehr über die Atomwaffen seines Landes hätte.

Nordkorea hält sich zu den Spekulationen im Ausland um den Gesundheitszustand von Machthaber Kim Jong-un bedeckt. In den Staatsmedien des abgeschotteten Landes gab es am Mittwoch keinen Hinweis auf den Aufenthaltsort Kims. Das US-Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben keine Anhaltspunkte dafür, dass Kim keine Kontrolle mehr über die Atomwaffen seines Landes hätte.

Berichte über eine angeblich schwere Erkrankung Kims hatten am Dienstag international für großes Aufsehen gesorgt. Das Präsidialamt in Seoul widersprach jedoch Berichten des US-Nachrichtensenders CNN, wonach Kim nach einer Operation "in ernsthafter Gefahr" sei. Es gebe keine Anzeichen für ernste Probleme mit der Gesundheit Kims, hieß es. CNN berief sich auf einen Regierungsbeamten, der entsprechende geheimdienstliche Informationen habe.

Die auf Nachrichten aus Nordkorea spezialisierte Internetzeitung "Daily NK" in Südkorea hatte zuvor unter Berufung auf einen Informanten im Nachbarland gemeldet, Kim sei am 12. April am Herzen operiert worden. Nach dem Eingriff erhole er sich wieder. Es werde vermutet, die Operation sei infolge von Kims Übergewicht sowie seiner Rauchgewohnheiten, "Überarbeitung" und anderer Faktoren nötig gewesen.

US-Präsident Donald Trump sagte, seine Regierung wisse nicht, ob die Berichte über eine Erkrankung Kims zutreffend seien. Er wünschte dem Machthaber alles Gute. Er komme "sehr gut" mit dem Nordkoreaner klar, sagte Trump, der Kim dreimal getroffen hatte, am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. "Ich will, dass es ihm gut geht."

Der ranghohe US-General John Hyten sagte am Mittwoch, er könne Spekulationen über eine angebliche Operation Kims weder bestätigen noch dementieren. "Ich gehe davon aus, dass Kim Jong-un nach wie vor die volle Kontrolle über das koreanische Atomwaffenarsenal und die koreanischen Streitkräfte hat", sagte der Pentagon-Vertreter. "Ich habe keinen Grund, nicht davon auszugehen."

Gesicherte Erkenntnisse zur Lage in Nordkorea hatte es zunächst nicht gegeben. Kims Alter wird in Südkorea auf 36 Jahre geschätzt.

Quelle: Agenturen