APA - Austria Presse Agentur

Nordirland, Niederlande und Lettland verschärfen Maßnahmen

21. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Die britische Provinz Nordirland verlängert den Lockdown wegen der Corona-Pandemie bis 5. März. "Unser Krieg und Kampf gegen Covid ist noch nicht gewonnen", sagte Regierungschefin Arlene Foster am Donnerstag in Belfast. Die hart erkämpften Gewinne dürften nicht durch voreilige Lockerungen riskiert werden. Lettlands Regierung verlängerte die wegen der Pandemie verhängten Beschränkungen um zwei Wochen bis 7. Februar. In den Niederlanden wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Zu den Corona-Maßnahmen in Nordirland gehören die Schließung von Schulen und nicht lebensnotwendigen Geschäften sowie weitreichende Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Die Restriktionen sollen am 18. Februar überprüft werden. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sie sogar bis Ostern in Kraft bleiben, wie die Zeitung "Belfast Telegraph" berichtete.

In Nordirland mit rund 1,88 Millionen Einwohnern sind bisher etwa 1.700 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Insgesamt haben sich bisher knapp 100.000 Menschen in dem kleinsten britischen Landesteil mit dem Virus infiziert.

Auch landesweit sind ähnliche Lockdown-Maßnahmen in Kraft. Für den größten Landesteil England will die Regierung in London die Restriktionen ebenfalls Mitte Februar überprüfen.

Lettlands Regierung verlängerte unterdessen die wegen der Coronavirus- Pandemie verhängten Beschränkungen erneut um zwei weitere Wochen bis 7. Februar. Bis dahin soll in dem baltischen EU-Land auch die am Wochenende geltende nächtliche Ausgangssperre weiter bestehen. Das beschloss das Kabinett in Riga am Donnerstag.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern kämpft seit dem Herbst mit einer steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen. "Die epidemiologische Situation in Lettland stabilisiert sich leicht. Es ist jedoch noch nicht möglich, die geltenden Schutzmaßnahmen abzuschaffen oder zu lockern", teilte die Staatskanzlei in Riga mit.

Nach jüngsten Daten der EU-Agentur ECDC lag Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen in Lettland bei 685,79 - und war damit mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie knapp 59 000 Corona-Fälle in dem Ostseestaat erfasst, 1.057 Menschen starben an dem Virus.

Die Niederlande verhängten indes erstmals eine Ausgangssperre, um die schnelle Verbreitung von Virus-Mutationen zu stoppen. Ab Samstag dürfen Bürger von 21 bis 4:30 Uhr ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Nach einer heftigen Debatte stimmte das Parlament am Donnerstagabend in Den Haag der Maßnahme zu. Seit Ausbruch der Pandemie hatte es nicht so eine schwerwiegende Maßnahme gegeben.

Die Regierung hatte bereits persönliche Kontakte reduziert. Mitglieder eines Haushaltes dürfen pro Tag nur noch eine Person empfangen. Außerdem wurde ein Flugverbot aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika angeordnet. In den Regionen sollen die Virus-Mutationen besonders verbreitet sein.

Das Land befindet sich bereits seit Mitte Dezember im Lockdown. Geschäfte, Schulen und Gaststätten sind bis zum 9. Februar geschlossen und persönliche Kontakte stark eingeschränkt. Das Ausgehverbot gilt vorerst ebenfalls bis zum 9. Februar.

Quelle: Agenturen