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Nord Stream: Auch Norwegen spricht von Sabotage

In einer Pressekonferenz am Mittwoch sprach auch der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre davon, dass es sich bei der Beschädigung der Nord-Stream-Pipelines um "eine absichtliche Handlung" handelte. Zudem habe man unbekannte Drohnenaktivität festgestellt.

Auch Norwegen spricht bei den Gaslecks in den Nord-Stream-Pipelines von Sabotage, das gab der norwegische Premier Jonas Gahr Støre am Mittwoch bekannt. Norwegen sei nach Gesprächen mit seinen skandinavischen Nachbarn Schweden und Finnland zu diesem Schluss gekommen.

Unbekannte Drohnenaktivität

Es sei jedoch zu früh zu sagen, ob Russland dahinter stehe. Es gebe keine konkreten Hinweise, dass es sich um eine direkte Bedrohung Norwegens handle. Man werde die Lage jedenfalls ernst nehmen und verstärke nun auch die Kräfte. Auch um jede Öl- und Gasanlage sollen Einheiten nun verstärkt werden.

Zudem sagte Støre, dass man in den letzten Wochen verstärkte unbekannte Drohnenaktivität in der Nordsee festgestellt habe - ein Phänomen, das man genau beobachten werde.

Pipelines möglicherweise unbrauchbar

Deutsche Sicherheitsbehörden gehen unterdessen davon aus, dass die drei Röhren der Ostseepipeline Nord Stream 1 und 2 nach mutmaßlichen Sabotageakten für immer unbrauchbar sein werden. Wenn sie nicht schnell repariert würden, werde sehr viel Salzwasser einlaufen und die Pipelines korrodieren, berichtet der "Tagesspiegel".

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ribbon Zusammenfassung
  • In einer Pressekonferenz am Mittwoch sprach auch der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre davon, dass es sich bei der Beschädigung der Nord-Stream-Pipelines um "einer absichtlichen Handlung" handelte.
  • Zudem habe man unbekannte Drohnenaktivität festgestellt.