Newsroom LIVE mit Meinungsforscher Walter Gröblinger

22. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Im Newsroom LIVE am Freitag ist der Meinungsforscher Walter Gröblinger vom Institut für Demoskopie & Datenanalyse (IFDD) zu Gast. Mit PULS 24 Anchor Fabian Kissler spricht er über die derzeitige Aufholjagd der SPÖ, die letzte Sonntagsfrage und wie es mit der Zustimmung zur Regierung aussieht.

Die Sozialdemokraten befinden sich derzeit auf einer Aufholjagd bei der Zustimmung der Bevölkerung. Im aktuellsten APA/ATV-"Österreich-Trend" kann die SPÖ einen Zustimmungswert von 29 Prozent aufweisen und ist damit vor der derzeitigen Bundesregierung. Die SPÖ hat seit der Nationalratswahl in 2019 einen deutlichen Zugewinn von dem damaligen 21,2 Prozent. Wenn nächsten Sonntag Nationalratswahl wäre, wurde die SPÖ damit die Regierung bilden. 

Die ÖVP stürzt auf 22 Prozent ab und verliert erhebliche Prozentpunkte seit der letzten Wahl, wo sie 37,5 Prozent erreichten. Dieser Prozentverlust der Bundesregierung ist ein klares Zeichen für die Unzufriedenheit der Bevölkerung. Über zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) sind mit der Arbeit der türkis-grünen Koalition nicht zufrieden. Seit der letzten Wahl hat die ÖVP mit Skandalen, Ermittlungen und Positionswechseln zu kämpfen.

Rendi-Wagner legt ÖVP und Grünen Neuwahlen nahe

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner legt der türkis-grünen Regierung Neuwahlen nahe. Dass sich die SPÖ bei der Sonntagsfrage auf Platz eins befinde, hat mit ihrer "harten Arbeit" und den "eigene Stärken" der Partei zu tun. Glaubwürdige Politik - von konsequentem Corona-Management bis zum "klaren Bekenntnis im Kampf gegen die Teuerung" - habe das Vertrauen in die SPÖ steigen lassen. Auch die harte Kritik und der Misstrauensantrag gegen die Kurz-Regierung habe die SPÖ "gestärkt". 

Im PULS 24 Sommergespräch zeigte sich Rendi-Wagner auch offen für eine Koalition mit der ÖVP, ob Karl Nehammer dann noch ÖVP-Chef sein werde, bezweifelte sie jedoch. Lediglich mit FPÖ würde sie nicht regieren wollen, alles andere würde sich nach den Wahlen zeigen. 

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz