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Neues einheitliches System für alle Deutschkurse ab 2021

18. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Ab dem Jahr 2021 werden alle Deutschkurse für Flüchtlinge und Migranten einheitlich organisiert werden. Alle Kurse werden künftig vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) auf Bundesebene zentral vergeben und abgewickelt werden, kündigten Integrationsministerin Susanne Raab und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (beide ÖVP) am Donnerstag an.

Ab dem Jahr 2021 werden alle Deutschkurse für Flüchtlinge und Migranten einheitlich organisiert werden. Alle Kurse werden künftig vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) auf Bundesebene zentral vergeben und abgewickelt werden, kündigten Integrationsministerin Susanne Raab und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (beide ÖVP) am Donnerstag an.

Bisher wurden staatlich geförderte Deutschkurse von unterschiedlichen Stellen und Organisationen abgewickelt. Ein Teil wurde von den Ländern, teils mit und teils ohne den ÖIF organisiert, andere Kurse liefen wiederum über das AMS. Das hing unter anderem vom Aufenthaltsstatus ab. Die Teilnahme war je nach Anbieter an unterschiedliche Voraussetzungen geknüpft. Die Folge waren unterschiedliche Qualitätsstandards.

Das soll sich nun ändern. Ab 2021 werden sämtliche Deutschkurse für Personen mit Anspruchsberechtigung auf verschiedenen Sprachniveaustufen zentral bereitgestellt und damit Doppelgleisigkeiten vermieden. Alle relevanten Informationen zum Kursbesuch werden für Behörden in der Integrationsdatenbank tagesaktuell zur Verfügung gestellt.

"Durch diese Zusammenführung gelingt uns ein Meilenstein in der Integration, weil alle Kurse dieselben Qualitätsstandards aufweisen. Wir setzen die Gelder zur Sprachförderung gezielt und effizient ein, sichern Qualität und Transparenz", erklärte Integrationsministerin Raab das Ziel der Reform.

"Mit der Zentralisierung der Deutschkurse auf Bundesebene schaffen wir einheitliche Qualitätskriterien und stellen sicher, dass jeder und jede Zugewanderte die gleichen Ausgangsbedingungen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt hat", ergänzte Arbeitsministerin Aschbacher.

Quelle: Agenturen