APA/APA (AFP)/JOE KLAMAR

Neuer Laborkomplex der IAEA in Seibersdorf eröffnet

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat am Freitag einen neuen Laborkomplex für drei ihrer Laboratorien in Seibersdorf (NÖ) eröffnet. Das nach dem 2019 verstorbenen IAEA-Direktor Yukiya Amano benannte Gebäude beherbergt auf einer Nutzfläche von 1.500 Quadratmetern Labors, die sich Themen wie Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz sowie Boden- und Wassermanagement widmen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat am Freitag einen neuen Laborkomplex für drei ihrer Laboratorien in Seibersdorf (NÖ) eröffnet. Das nach dem 2019 verstorbenen IAEA-Direktor Yukiya Amano benannte Gebäude beherbergt auf einer Nutzfläche von 1.500 Quadratmetern Labors, die sich Themen wie Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz sowie Boden- und Wassermanagement widmen.

Die neue Einrichtung soll die Kapazität der IAEA erhöhen, Länder bei der Bekämpfung und Verhütung grenzüberschreitender Tierkrankheiten und Zoonosen wie COVID-19 sowie bei der Bewältigung von Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Lebensmittelsicherheit zu unterstützen, hieß es in einer Aussendung.

Die IAEA hat seit 1962 acht Laboratorien für verschiedene nukleare Anwendungen in Seibersdorf, wo damals noch das nach dem Ort benannte österreichische Forschungszentrum seinen Sitz hatte. Weil die Einrichtungen seither keine nennenswerte Renovierung und Erneuerung erhalten haben, wurde 2014 ein Modernisierungsprojekt gestartet.

2017 erhielt bereits das IAEA-Labor für Schädlingsbekämpfung (Insect Pest Control Laboratory) neue Räumlichkeiten und Ausstattung. Nun gibt es mit dem von IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi und Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) eröffneten dreistöckigen Gebäude etwa doppelt so viel Platz als bisher für das "Animal Production and Health Laboratory", das "Food and Environmental Protection Laboratory" und das "Soil and Water Management and Crop Nutrition Laboratory". Diese Forschungseinrichtungen werden alle von der IAEA gemeinsam mit der Welternährungsorganisation FAO betrieben.

Die Kosten für das neue Gebäude in Höhe von 19,2 Mio. Euro wurden durch Beiträge mehrerer IAEA-Mitgliedstaaten, Einzelpersonen und institutionellen Partnern aufgebracht. Insgesamt wurden bisher über 39 Mio. Euro im Rahmen der Modernisierungsinitiative investiert. Für die weiteren vier Labors der Atomenergiebehörde in Seibersdorf hat IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi im Frühjahr einen weiteren Neubau angekündigt.

Grossi unterstrich die Bedeutung der IAEA-Laboratorien für nukleare Anwendungen für die Unterstützung der IAEA-Mitgliedsstaaten bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. So hat die Atomenergiebehörde an rund 120 Länder Test-Equipment für den PCR-Nachweis des Virus, Zubehör und persönliche Schutzausrüstung geliefert. Zudem werden Webinare und Videoanleitungen für Gesundheits- und Laborfachleute zur Probenentnahme und -verarbeitung angeboten.

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  • Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat am Freitag einen neuen Laborkomplex für drei ihrer Laboratorien in Seibersdorf (NÖ) eröffnet.