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Meinl-Reisinger: ÖVP soll in Opposition "Demut" lernen

25. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger will die ÖVP in Opposition schicken. Die Volkspartei solle dort Demut lernen, die ihr vor Staat und Wählern verloren gegangen sei. Die Regierung verkenne den Ernst der Situation, Putin führe gegen ganz Europa Krieg.

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger könne verstehen, dass das Vertrauen in die Politik abnimmt, sagte sie im "Ö1 Journal zu Gast". "Die ganzen Skandale, die ganzen Korruptionsverfahren, die vielen Krisen, eine permanente Überforderung", seien primär der Regierung und in den vergangenen Wochen "auch ganz stark der ÖVP geschuldet und die reißen alle mit".

ÖVP ist Demut verloren gegangen

Vor dem Hintergrund der Teuerungen müsse das Vertrauen, dass "wir das gut schaffen werden und vielleicht auch gestärkt daraus hervorgehen" gestärkt werden. Sie habe den Eindruck, dass der ÖVP "sehr viel Demut" vor Staat und Wählern verloren gegangen sei "und Demut muss man in Opposition lernen".

Regierung verkennt Schwere der Situation

Russlands Staatschef Wladimir Putin führe gegen ganz Europa Krieg mit Energie und Energiepreisen, sagte die NEOS-Chefin. Die Preissteigerungen würden wir schon erleben, das sei aber noch nicht zu Ende. "Der Staat kann nicht alles richten, es gibt kein 'koste es, was es wolle'." Meinl-Reisinger hat Sorge, dass die Schwere der Situation von der Regierung verkannt werde, stattdessen bilde man Arbeitsgruppen und drehe "an kleinen Schräubchen". 

"Jetzt kommt eine schwere Zeit auf uns zu."

"Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar", deshalb würden die NEOS auch hart sagen "Wir müssen Putin stoppen." Putin werde weitermachen, auch nachdem er ein Fünftel der Ukraine eingenommen hat und weiter Krieg gegen Europa führen. Das merke man laut Meinl-Reisinger, weil er jetzt den Gashahn abdrehe. Jeder würde nun "auf irgendeine Weise verzichten müssen", so die NEOS-Chefin und fügte an: "Jetzt kommt eine schwere Zeit auf uns zu."

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam