NEOS-Abgeordneter Scherak: Ludwig stiehlt Gastronomen eine Woche Weihnachtsgeschäft

10. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Der stellvertretende Klubobmann der NEOS Nikolaus Scherak kritisiert die Öffnungen nach dem Lockdown. Die Macht liege nicht beim Kanzlern sondern wieder bei den Landeshauptleuten. Bürgermeister Ludwigs Entscheidung, die er im Alleingang traf, ist für ihn nicht nachvollziehbar.

Nikolaus Scherak, stellvertretender Klubobmann der NEOS, kritisiert den österreichischen Fleckerlteppich beim Aufsperren nach dem Lockdown scharf. "Offensichtlich ist das Machtgefüge so verschoben worden in der ÖVP, dass jetzt wieder die Landeshauptleute alles alleine entscheiden und die sich auch nicht einig werden." Er habe nicht das Gefühl, dass es Kanzler Karl Nehammers Ziel sei, das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik zurückzugewinnen.

Wien: Bürgermeister stiehlt Gastro Weihnachtsgeschäft

Wien sei vorbildlich in vielen Bereichen, zum Beispiel bei den PCR-Testungen. Aber die Entscheidung, die Gastronomie und Hotellerie erst am 20. Dezember aufzusperren, sei vollkommen unverständlich. In einem normalen Wirtshaus gebe es mit einer 2G-Plus-Regel keinen Grund nicht aufzusperren. Der Bürgermeister stehle Hotels und Gastronomen eine Woche wichtiges Weihnachtsgeschäft.

Alleingang Ludwigs

Die NEOS hätten in der Stadtregierung teils einen starken Einfluss, aber "in dem Fall hat der Bürgermeister offensichtlich allein entschieden".

Freiheit einer Million nicht wichtiger als Freiheit der Masse

Sechs Millionen Menschen würde man die Freiheiten nehmen, "weil eine Million Menschen der Meinung sind, ihre Freiheit, sich nicht impfen zu lassen, ist größer". Das sei nicht gerechtfertigt, selbst wenn die Angst vor der Impfung "vielleicht nachvollziehbar" sei. Deshalb sei die Impfpflicht die "einzige Möglichkeit, aus dieser Situation rauszukommen".  

Scherak habe "kein Verständnis" dafür, dass unter anderem viele Jugendliche, weil sie eingesperrt sind, selbstmordgefährdet sind, weil im Vergleich "ein paar nicht bereit sind, sich impfen zu lassen.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam