APA - Austria Presse Agentur

Nächstes Studienjahr soll es an Unis Vollbetrieb geben

01. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Geht es nach Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sollen im nächsten Studienjahr die Hochschulen wieder in Vollbetrieb gehen, allerdings mit Anpassungen.

Der Wiedereinstieg an den Unis werde anders aussehen als vor Beginn der Corona-Pandemie, zeigte sich der Minister bei einer Pressekonferenz am Donnerstag überzeugt. Digitale Konzepte wie Blended Learning mit einem Wechsel von Präsenz- und Distanzlehre sollen weiter verwendet werden. Über die Gestaltung ihres Studienbetriebs entscheiden die Hochschulen autonom.

Studenten sollen sich impfen lassen

Als Schlüssel für den Vollbetrieb sieht Faßmann die Impfung. Er appellierte daher an alle 380.000 Studenten, sich immunisieren zu lassen. Die Hochschulen haben außerdem auch im kommenden Wintersemester wieder gesetzlich die Möglichkeit erhalten, die 3G-Regel für ihren Bereich in Kraft zu setzen. Dem Minister schwebt außerdem ein "Fresh-(wo-)men-Focus" vor: Die Erstsemestrigen sollen an die Hochschulen kommen, um das Studium hautnah erleben zu können.  In Wien wird in den großen Impfzentren immunisiert, in Linz oder Graz gibt es eigene Uni-Impfstraßen.

Konzepte wie Blended Learning oder Flipped Classrooms würden aber wohl weiter bleiben, meinte der Minister - dabei kommen Studierende etwa am Anfang zu einer Präsenzphase zusammen, um dann mit Online-Unterstützung selbstständig zu arbeiten und dann wieder das Erlernte in einer neuen Präsenzphase gemeinsam zu vertiefen. Regeln zum Maskentragen sollen je nach Infektionslage vor Studienbeginn im Oktober entschieden werden.

Mehr Prüfungen trotz Pandemie

Das noch bis Ende September laufende Studienjahr wertete Faßmann als "erfolgreich". Die Studierenden hätten den "Jammerdiskurs von verlorenen Semestern lügen gestraft". Die Prüfungsaktivität sei nach derzeitigem Stand gestiegen und auch die Zahl der Abschlüsse habe bereits trotz des noch laufenden Semesters den zweithöchsten Wert aller Zeiten erreicht. "Erfolgreiches Studieren war möglich." Das habe mit dem Wegfall nebenberuflicher Tätigkeiten, geschlossenen Lokalen etc. zu tun, die eine Fokussierung aufs Studium ermöglicht hätten. "Das klingt zynisch, das weiß ich." Diese Entwicklung habe man aber in allen europäischen Staaten beobachten können.

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) forderte die Möglichkeit zur Rückkehr an die Hochschulen im Herbst - gleichzeitig will man aber ein "erfolgreiches, hybrides Studium" ermöglichen, hieß es in einer Aussendung.

Quelle: Agenturen