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Nach Lockdown-Party: Argentiniens Präsident spendet Geld

Ein Verfahren gegen den argentinischen Präsidenten Alberto Fernández wegen eines Verstoßes gegen die von seiner eigenen Regierung verhängten Corona-Maßnahmen wird gegen eine Geldauflage eingestellt. Ein Richter stimmte am Montag einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft zu, derzufolge der Präsident 1,6 Millionen Pesos (gut 22.000 Euro) an das renommierte medizinische Forschungsinstitut Instituto Malbrán spendet.

Fernández' Frau Fabiola Yañez spendet weitere 1,4 Millionen Pesos. Der ehemalige Präsident war wegen Fotos in die Kritik geraten, die ihn im Juli 2020 bei der Geburtstagsfeier seiner Frau mit dutzenden Gästen in seiner Residenz Olivos in Buenos Aires zeigten - damals waren in Argentinien alle Zusammenkünfte verboten, sogar Trauerfeiern.

Die Geburtstagsfeier mitten im Lockdown hatte Fernández massive Kritik und Proteste eingebracht. Die Opposition drohte mitten im Wahlkampf für die Parlamentswahl im November mit einem Amtsenthebungsverfahren. Fernández schloss einen Rücktritt aus, bat seine Landsleute aber schließlich um Verzeihung und entschuldigte sich für den "Ausrutscher". Bei den Wahlen verlor sein Mitte-Links-Bündnis die Mehrheit im Parlament.

ribbon Zusammenfassung
  • Ein Richter stimmte am Montag einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft zu, derzufolge der Präsident 1,6 Millionen Pesos an das renommierte medizinische Forschungsinstitut Instituto Malbrán spendet.
  • Fernández' Frau Fabiola Yañez spendet weitere 1,4 Millionen Pesos.
  • Die Geburtstagsfeier mitten im Lockdown hatte Fernández massive Kritik und Proteste eingebracht.
  • Bei den Wahlen verlor sein Mitte-Links-Bündnis die Mehrheit im Parlament.