APA - Austria Presse Agentur

Nach Lockdown: Hacker deutet 2G-Plus in Wien an

26. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker rechnet nicht mit einem Lockdown-Ende am 13. Dezember. Trotzdem werde mit dem Ende des Lockdowns in Wien jedenfalls eine 2G-Plus Regel für u.a. die Gastronomie gelten, meint Hacker.

In Wien wird es nach dem Lockdown-Ende eine 2G-Plus-Regel geben, das sagt Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) in einem Interview mit "Die Presse". Mit 2G-Plus ist eine PCR-Testpflicht für Geimpfte und Genesene gemeint, um beispielsweise ins Restaurant oder zum Friseur gehen zu können.

Wien plant erneut Alleingang

Hacker spricht sich für diese "strengen Regeln" österreichweit aus. "In Wien werden sie in jedem Fall gelten, sollte der Lockdown am 13. Dezember tatsächlich enden. Die vierte Welle ist nicht gebrochen. Und im Frühjahr wird es wohl auch noch eine fünfte geben", meint er im Presse-Interview.

Von einem Lockdown-Ende am 13. Dezember gehe Hacker dennoch nicht aus. "Ich finde diese voreilige Ankündigung immer noch bemerkenswert. Und angesichts der derzeitigen Lage eher mutig", sagt Hacker zur Ankündigung von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Trotz immer noch hoher Infektionszahlen, hält Mückstein am 13. Dezember als Enddatum fest.

Der Epidemiologe Gerald Gartlehner hält eine 2G-Plus-Regel in den Spitälern und Pflegeheimen sinnvoll, wie er im PULS 24 Interview erklärt. In den Restaurants sei der Zusatzfaktor dieser Regel allerdings "nur gering", meint er im Gespräch, da Ungeimpfte sowieso keinen Zutritt hätten. Daher werde diese Maßnahme "das Problem der vollen Intensivstationen auch nicht lösen".

Gerald Gartlehner, Epidemiologe an der Donau-Uni Krems, spricht mit PULS 24 über die derzeitigen Corona-Maßnahmen in Österreich.

Wie ein Sprecher des Stadtrats auf Anfrage der APA erklärte, ist zur Ausweitung der 2Gplus-Regel noch keine Entscheidung gefallen. Zunächst werde abgewartet, was die Evaluierung der aktuellen Ausgangsbeschränkungen ergebe.

Hacker: Auftreten der Regierung ist "nicht sehr prickelnd"

Im Newsroom LIVE spricht  Hacker u.a. über das Kommunikations-Chaos der Bundesregierung.

Hacker schließt Distance Learning nicht aus

Auch könne Hacker nicht ausschließen, dass die Schulen demnächst ins Distance Learning wechseln werden. Laut dem Wiener Gesundheitsstadtrat sei es nicht "klug", dass "die Maßnahmen im Bildungsbereich von den generellen gesundheitspolitischen Maßnahmen entkoppelt werden", wird Hacker zitiert. Dennoch seien Schulschließungen "das letzte Mittel".

Wien selbst könne dies aber nur für den Pflichtschulbereich in die Wege leiten, hieß es auf APA-Anfrage. Bundesschulen wie AHS oder die berufsbildenden Schulen müssten vom Bund geschlossen werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / pea