Thomas SchmidAPA/Helmut Fohringer

Nach Kurz-Offensive: Schmid will sich an "Inszenierung nicht beteiligen"

20. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Trotz seiner umfassenden Aussagen gegenüber der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) und der Gegenoffensive durch Sebastian Kurz, sind von Thomas Schmid keine öffentliche Auftritte zu erwarten.

Nach Bekanntwerden der Einvernahmeprotokolle mit Ex-ÖBAG-Chef Thomas Schmid, der in der ÖVP-Korruptions-und Inseratenaffäre vor der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz und etliche weitere ehemalige und aktive ÖVP-Politiker belastet hat, sind von Schmid weiterhin keine öffentlichen Äußerungen und medialen Auftritte zu erwarten. Das gab sein Rechtsvertreter Roland Kier am Donnerstag bekannt.

"Inszenierung anderer Personen"

Schmid werde sich "an der medialen und politischen Diskussion nicht beteiligen, schon gar nicht an Inszenierungen anderer Personen", teilte Kier in einer der APA übermittelten schriftlichen Stellungnahme mit. "Mein Mandant hat sich schuldig gemacht und entschlossen, für eigenes Fehlverhalten Verantwortung zu übernehmen. Er hat sich an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gewandt und seine Rolle sowie seine Wahrnehmungen über die Mitwirkung anderer Personen ohne Ansehen von Rang und Position nach bestem Wissen und Gewissen offengelegt", hielt der Anwalt fest.

Und Kier betonte: "Soweit es die Strafverfolgungsbehörden für erforderlich erachten, wird mein Mandant gegenüber diesen - und nur gegenüber diesen - zu öffentlichen Anwürfen und Vorhaltungen, so wie es unsere Strafprozessordnung für jede Person vorsieht, förmlich im Verfahren Stellung nehmen."

Kurz will klagen

Indes kündigte Ex-Kanzler Kurz an, er werde rechtliche Schritte gegen Thomas Schmid einleiten. Kurz sieht sich nach dem bekannt gewordenen Geständnis Schmids gegenüber der WKStA durch ein von ihm aufgezeichnetes Telefonat mit Schmid entlastet, das sein Anwalt der WKStA übergeben hat. "Durch dieses Tonband ist sein (Schmids, Anm.) Kartenhaus aus falschen Anschuldigungen nach weniger als 24 Stunden in sich zusammengestürzt", schrieb Kurz am Donnerstag auf Facebook.

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Quelle: Agenturen / Redaktion / koa