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Nach häuslichen Gewaltvorwürfen: Gemeinderat stellt Mandat ruhend

19. Okt. 2021 · Lesedauer 1 min

Ein oberösterreichischer SPÖ-Gemeinderat hat nach Vorwürfen häuslicher Gewalt sein Amt zumindest vorübergehend aufgegeben. Ermittlungen gegen den Mann und seine Frau werden laut Polizei geprüft.

In der Familie des oberösterreichischen SPÖ-Kommunalpolitikers soll es laut Medienberichten immer wieder zu Problemen gekommen sein. Die Polizei bestätigte auf APA-Anfrage eine Wegweisung. Ermittlungen wegen Körperverletzung würden sowohl gegen den Mann als auch die Frau geprüft.

Eine Angehörige der Frau berichtete, dass der Mandatar seine Frau seit Jahren schlagen und psychisch unter Druck setzen würde. Der betroffene Politiker schilderte hingegen, dass seine Frau getrunken habe und dann aggressiv geworden sei.

Man habe das Gespräch mit dem Gemeinderat gesucht, hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage bei der zuständigen Stadtpartei. Der Funktionär stelle sein Mandat ruhend bzw. werde er sein Mandat im neuen Gemeinderat - in Oberösterreich waren Ende September Kommunalwahlen - nicht annehmen, um sich auf die Situation in der Familie und die Aufklärung konzentrieren zu können.

Quelle: Agenturen / apb