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Wegen Berlusconi: EVP-Treffen in Neapel geplatzt

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Der aus Bayern stammende EVP-Vorsitzende Manfred Weber sagt in Richtung Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi: "Die Unterstützung für die Ukraine ist nicht optional."

Der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, reagiert kritisch auf die Aussagen des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi, der den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für den Ukraine-Krieg verantwortlich macht. Weber sagte eine im Juni geplante EVP-Tagung in Neapel ab. Die Zusammenarbeit mit der italienischen Regierung werde man fortsetzen.

Absage

"Nach den Aussagen Berlusconis zur Ukraine haben wir beschlossen, unsere Studientage in Neapel abzusagen. Die Unterstützung für die Ukraine ist nicht optional. (Der italienische Außenminister) Antonio Tajani und (Berlusconis Partei) Forza Italia haben unsere Unterstützung und wir setzen unsere Zusammenarbeit mit der italienischen Regierung in EU-Fragen fort", so Weber per Twitter.

Das EVP-Treffen hätte vom 7. bis 9. Juni in Neapel stattfinden sollen und hätte alle Parlamentarier der Europäischen Volkspartei (der stärksten politischen Kraft in Straßburg) in die Stadt gebracht. Geplant war eine Diskussion um die Wahlkampfstrategie für die Europa-Wahl 2024.

Putin-Versteher

Der 86-jährige Berlusconi, Chef der konservativen Partei Forza Italia, hatte zuletzt mit pro-russischer Propaganda Negativ-Schlagzeilen gemacht. Er gab Selenskyj die Schuld an den vielen Toten und schlug vor, dass der Westen seine finanziellen und militärischen Hilfen stoppt. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat der Ukraine aber weiterhin Italiens Unterstützung zugesichert.

ribbon Zusammenfassung
  • Manfred Weber sagte eine im Juni geplante EVP-Tagung in Neapel ab.
  • Er reagiert damit auf Aussagen des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi.

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