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Moskau fordert Freilassung Maduros aus US-Gewahrsam

03. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Russland hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Freilassung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro und seiner Ehefrau aufgerufen. Moskau fordere die amerikanische Führung auf, ihre Position zu überdenken und den "rechtmäßig gewählten Präsidenten eines souveränen Landes und seine Ehefrau" freizulassen, so das russische Außenministerium. Die USA und Venezuela müssten ihre Probleme auf dem Weg des Dialogs lösen. Auch China verurteilte das US-Vorgehen.

Die USA betrachten Maduro als illegitim. Er und seine Frau sind laut US-Präsident Donald Trump in Gewahrsam der USA und sollen vor ein Gericht gestellt werden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow telefonierte laut seiner Behörde auch mit Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die nun die Amtsgeschäfte führen könnte, und sicherte ihr Russlands Solidarität zu. Auch diese forderte umgehend die sofortige Freilassung Maduros und seiner Ehefrau. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die live im Fernsehen übertragen wurde.

Zuvor hatte Moskau als Verbündeter Venezuelas die "bewaffnete Aggression" der USA gegen das Land verurteilt. "Die Vorwände, die zur Rechtfertigung solcher Aktionen angeführt werden, sind unhaltbar", teilte das Außenministerium in Moskau mit. Auch Kremlchef Wladimir Putin hatte Maduro im Dezember noch angesichts wachsender Spannungen mit den USA seine Unterstützung zugesichert. Russland hat eine strategische Partnerschaft mit Venezuela, die zwar keinen militärischen Beistand garantiert - wohl aber etwa Waffenlieferungen beinhaltet.

Auch China verurteilte den Angriff der USA auf Venezuela scharf. "China ist zutiefst schockiert über den eklatanten Einsatz von Gewalt durch die USA gegen einen souveränen Staat und dessen Präsident und verurteilt ihn aufs Schärfste", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Sprecher des chinesischen Außenministeriums. "Solche hegemonialen Handlungen der USA verstoßen schwerwiegend gegen das Völkerrecht und die Souveränität Venezuelas und bedrohen Frieden und Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik", wurde der Sprecher zitiert. China lehne dies entschieden ab.

China gehört wie auch Russland und der Iran zu Venezuelas Verbündeten. Man fordere die USA auf, "das Völkerrecht sowie die Ziele und Grundsätze der UNO-Charta zu achten und die Souveränität und Sicherheit anderer Länder nicht länger zu verletzen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums.

Zusammenfassung
  • Russland fordert nach dem US-Angriff auf Venezuela die sofortige Freilassung von Nicolás Maduro und seiner Ehefrau aus US-Gewahrsam und bezeichnet ihn als 'rechtmäßig gewählten Präsidenten' eines souveränen Landes.
  • China und Russland verurteilen das US-Vorgehen scharf, wobei China den 'eklatanten Einsatz von Gewalt' und einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht und die Souveränität Venezuelas kritisiert.
  • Die USA betrachten Maduro als illegitim und wollen ihn laut Präsident Donald Trump vor Gericht stellen, während Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez und Russland Solidarität mit der venezolanischen Regierung zeigen.